Colombos Erzbischof Malcolm Ranjith nutzte den Gottesdienst, um indirekt die Regierung zu kritisieren. "Wir brauchen eine Führung, die für das Land und nicht für sich selbst arbeitet", sagte der Kardinal.

Die Verantwortlichen für die Anschläge am Ostersonntag müssten zur Rechenschaft gezogen werden. "Es bestehen hierzulande und im Ausland Zweifel daran, ob wir eine starke Führung haben, die uns aus dieser Krise führt."

Regierung und Behörden in Sri Lanka stehen unter Druck, da es im Vorfeld der Anschläge konkrete Hinweise und Warnungen aus dem Ausland gegeben hatte.

Bei der Anschlagsserie auf Kirchen und Hotels waren am 21. April insgesamt 258 Menschen getötet und fast 500 weitere verletzt worden. In der Kirche St. Anthony's wurden 54 Menschen getötet. Sri Lankas Regierung macht die Islamistengruppe NTJ für die Anschläge verantwortlich, glaubt aber, dass sie Unterstützung aus dem Ausland hatte. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich.