Am Freitag sprach Obama in der Universität von Illinois zu gut 1300 Personen. Er kritisierte die Republikanische Partei und Donald Trump scharf. Jedes Mal in der Geschichte der USA, wenn man den Gründungsidealen des Landes näher gekommen sei, seien Leute gekommen, die die Fortschritte wieder rückgängig gemacht hätten. 

Oftmals sei dies von Mächtigen und Privilegierten bewusst so gemacht worden, so Obama, «um uns wütend zu halten». Ihnen helfe das, um den Status-Quo, ihre Privilegien und ihre Macht zu erhalten.

Nun sei einer dieser Momente gekommen, in denen das gerade passiere, so der frühere Präsident. «Es startete nicht mit Donald Trump, er ist ein Symptom nicht die Ursache. Er nutzt nur die Ressentiments aus, die Politiker seit Jahren anheizen.» 

Obama kritisierte darauf die Republikanische Partei direkt. Sich gegen Diskriminierung zu wehren, sollte ein Akt von beiden Parteien sein. «Wie schwierig kann es sein, zu sagen, dass Nazis schlecht sind?», fragte er in Bezug auf die Unruhen von Charlottesville. «Wir sollen uns gegen Diskriminierung wehren, und es ist verdammt sicher, dass wir uns klar und eindeutig gegen Nazi-Sympathisanten stellen sollten.»

Die Republikaner würden keine konservativen Ziele verfolgen, meinte Obama, sie betrieben viel eher eine Politik von «Ressentiments und Paranoia». «Was ist nur mit der Republikanischen Partei passiert?», fragte er.

Auch den kürzlich veröffentlichten Kommentar der New York Times, in dem ein anonymer ranghoher Trump-Mitarbeiter über einen Widerstand innerhalb der Regierung schrieb, erwähnte Obama. Seine Meinung ist klar und deutlich: 

«Und übrigens die Hoffnung, dass alles gut ausgehen wird, weil es Leute im Weissen Haus gibt, die heimlich nicht den Anweisungen des Präsidenten folgen. Das ist keine Kontrolle. Ich meine es ernst. So soll unsere Demokratie nicht funktionieren.» (cma)