Damit endet nach mehr als sechs Jahrzehnten die Herrschaft des Regierungsbündnisses Barisan Nasional (BN) von Ministerpräsident Najib Razak.

Mahathirs Bündnis Pakatan Harapan errang laut Wahlkommission zusammen mit einer verbündeten Partei aus dem Bundesstaat Sabah 115 der 222 Sitze im Parlament und sicherte sich damit eine knappe Mehrheit.

Najib hatte im April die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen angekündigt. Mahathir, der einstige Mentor des heutigen Ministerpräsidenten, trat daraufhin angesichts einer Reihe von Skandalen der Regierung nochmals zur Wahl an.

Najibs Regierungsbündnis, das in Malaysia seit der Unabhängigkeit 1957 an der Macht ist, hatte in jüngster Zeit an Rückhalt in der Bevölkerung verloren. Grund ist insbesondere der Skandal um den von Najib gegründeten Vermögensfonds 1MDB.

Verwandte und Vertraute des Regierungschefs sollen mit Geld aus dem Fonds unter anderem Luxuswohnungen in New York und Gemälde von Van Gogh gekauft haben. Mehrere Milliarden Dollar verschwanden in dunklen Kanälen.