11:11 Truppen aus Brega vertrieben Wie ein Bewohner aus Brega per Telefon mitteilt, sei die Stadt Brega wieder unter Kontrolle der Opposition. «Wir kontrollieren Brega», sagt der Bewohner «Khaleb» gegenüber Al Dschasira. «Gaddafis Truppen sind aus dem Zentrum von Brega geflohen.» Von offizieller Seite her, kann diese Information nicht bestätigt werden.

11:09 Gaddafi erhält Grüsse aus Nicaragua Nicaraguas linksgerichteter Präsident Daniel Ortega hat dem bedrängten libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi solidarische Grüsse geschickt. Libyen durchlebe «tragische Momente», in denen es um «das Schicksal Afrikas, des Nahen Ostens und der Reichtümer der Menschheit» gehe, hiess es in dem am Dienstag (Ortszeit) in Managua veröffentlichten Schreiben. «Nicaragua, meine Regierung, die Sandinistische Nationale Befreiungsfront und unser Volk begleiten Sie in diesen Schlachten», schrieb Ortega.(sda)

11:02 Hilfe für Bewohner von Brega In der Gegend um Brega werde immer noch gekämpft, berichtet Jacky Rowland (Al Dschasira) aus Bengasi. Die Stadt Asjdabiyah, die sich nach wie vor in den Händen der Opposition befindet, sende Freiwillige aus, die Regierungsgegner in Brega zu unterstützen.

10:30 Zwei US-Kriegsschiffe durchqueren den Suezkanal, meldet Al Dschasira.

10:16 Gaddafis Truppen erobern offenbar mehrere Städte zurück Die Truppen des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi haben die Aufständischen offenbar an mehreren strategisch wichtigen Orten zurückgedrängt. Sie eroberten Städte in der Nähe von Tripolis und im Osten des Landes, wie aus verschiedenen Quellen verlautete. Einer der gefallenen Orte sei die Stadt Gharjan im Nafussa-Gebirge bei Tripolis, berichtete ein Einwohner am Dienstag. Die Gaddafi-Truppen nahmen nach eigenen Angaben auch Sabratha westlich der Hauptstadt wieder ein. Dort war die Kontrolle in der vergangenen Woche mehrmals zwischen Kräften des Regimes und den Aufständischen hin und her gegangen.

Widersprüchliche Angaben gab es zum Flughafen Marsa al-Brega. Nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Dschasira befindet sich der Flughafen ebenfalls wieder in den Händen der Gaddafi-Truppen. Nuri al-Obeidi, ein Polizeikommandeur aus der von den Aufständischen kontrollierten Stadt Bengasi, widersprach dieser Darstellung jedoch. Er sagte der Nachrichtenagentur dpa, Gaddafis Truppen hätten am Dienstagabend zwar versucht, den Flughafen einzunehmen. Sie seien jedoch von «Demonstranten» zurückgedrängt worden. Die Aufständischen hätten Waffen benutzt, die aus den Depots der libyschen Armee im Osten des Landes stammen. (sda/Reiters/dpa)

10:00 Ölhafen in Brega in den Händen von Gaddafis Truppen Gaddafis Truppen versuchen Brega und andere Städte in ihre Gewalt zu bringen, berichtet Jacky Rowland, Korrespondentin von Al Dschasira aus Bangasi. Die Ölanlage in Brega sei wieder in den Händen von Gaddafis Truppen, sagte der Manager der Ölanlage der Nachrichtenagentur AP.

Angriffe auf Misurata, As Zawiyah und Zitan sollen die Regierungsgegner hingegen abgewehrt haben. Die Anwohner würden sich kämpferisch geben, sagte Rowland. Gaddafis Gegner bereiten sich auf die Angriffe vor: Hunderte Freiwillige sollen sich melden, um die Städte zu verteidigen.

«The Independent» meldet Panik an libyschen Grenzen.

9:25 Luftangriffe Al Dschasira berichtet von Luftangriffen auf ein Waffen-Depot, sechs Kilometer ausserhalb von Ajdabiya.

8:30 Gaddafi-Truppen in der Nähe von Brega Dem Gaddafi-Regime loyal gesinnte Truppen sollen sich in Gebieten der Regierungsgegner bewegen, berichtet ein Korrespondent des britischen Fernsehen BBC. Ein Convoy mit 100 Fahrzeugen soll sich im Osten Libyens in der Nähe der Stadt Brega, ein wichtiges Zentrum des Ölbusiness, aufhalten. Wie der BBC-Korrespondent sagt, sei ein Waffenlager bombardiert worden.

5:36 Uno-Menschenrechtsrat schliesst Libyen aus Wegen des brutalen Vorgehens gegen Regierungsgegner wurde Libyen am Dienstagabend offiziell aus dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf ausgeschlossen. (sda)

3:52 US-Senat fordert Flugverbot Der US-Senat hat am Dienstag den UNO-Sicherheitsrat aufgefordert, eine Flugverbotszone über Libyen zu errichten. Ausserdem verabschiedeten die Senatoren eine Resolution, in der sie die «schwerwiegenden und systematischen Menschenrechtsverletzungen in Libyen» verurteilen und den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi zum Abdanken auffordern. In der unverbindlichen Resolution lobten die Senatoren ausserdem das libysche Volk dafür, dass es sich gegen «die brutale Diktatur» Gaddafis erhoben und demokratische Reformen gefordert hat. Sie verlangen vom libyschen Machthaber einen Verzicht auf weitere Gewalt und die Freilassung aller willkürlich Festgenommenen.(sda)

3:09 Kanda entsendet Kriegsschiff Unterdessen hat auch Kanada ein Kriegsschiff ins Mittelmeer entsandt, um dort mögliche internationale Aktionen im Zusammenhang mit der Libyen-Krise zu unterstützen. Das kündigte Premierminister Stephen Harper am Dienstagabend vor dem Parlament in Ottawa an. Die Fregatte «HMCS Charlottetown» werde am Mittwoch mit 240 Matrosen von Halifax aus in See stechen, berichtete die Zeitung «Globe and Mail». Sie bringe einen Helikopter mit ins Mittelmeer und werde etwa in einer Woche vor Ort eintreffen. (sda)

1:36 Goldpreis auf Rekordhoch Gold ist so teuer wie noch nie: Wegen der Verunsicherung durch die Unruhen in Libyen kletterte der Preis des Edelmetalls am Dienstag auf ein Rekordhoch von 1432,10 Dollar je Feinunze. Im Februar war der Goldpreis bereits um sechs Prozent gestiegen. Und ein Ende der Fahnenstange scheint nicht in Sicht: Nach Einschätzung von Analysten dürften die anhaltenden Proteste in der arabischen Welt Investoren vorerst weiter verunsichern und damit die Flucht hin zu vergleichsweise sicheren Anlagen wie etwa Gold verstärken. (sda)