Staatschef Abdelaziz Bouteflika hatte der Opposition im Zuge der regierungskritischen Proteste vor drei Wochen die Aufhebung des Ausnahmezustands versprochen. Am Dienstag stimmte der Ministerrat dem Aufhebungsbeschluss zu. Mit der Veröffentlichung im Gesetzblatt tritt der Beschluss in Kraft.

Der Ausnahmezustand war im Jahr 1992 als Mittel im Kampf gegen bewaffnete islamistische Gruppierungen eingeführt worden. Er stattete die algerische Armee mit umfangreichen Hoheitsrechten aus und verhinderte die Entwicklung demokratischer Strukturen in dem nordafrikanischen Land. Die Regierung kündigte jedoch an, dass die Armee ihren Kampf gegen den Terrorismus auch weiterhin fortsetzen werde.