Zuvor hatte der neue Regierungschef Pedro Sanchez sein Einwilligung gegeben.

Die Regierungen in Rom und La Valletta hatten die Häfen für das Schiff mit 60 aus Seenot gerettete Menschen gesperrt, obwohl die italienische und maltesische Küste näher am Rettungsort als die spanische Küste lagen.

Die Bootsflüchtlinge waren in den Gewässern vor Libyen an Bord genommen worden. Sie stammen aus unterschiedlichen Ländern, darunter Palästina, Syrien und Guinea. Die Zahl der über das Mittelmeer nach Europa kommenden Hilfesuchenden ist seit der Flüchtlingskrise 2015 stark gesunken.

Damals kamen über eine Million Menschen über den Seeweg in die EU. In diesem Jahr sind es bislang 45'000. Vor knapp zwei Wochen lief die "Aquarius" mit 629 Flüchtlingen Valencia an, nachdem es einen Streit unter Mittelmeeranrainern darüber gegeben hatte, wer die Migranten aufnehmen sollte.