Damit fehlten rund die Hälfte der eingeladenen Bürgermeister. Zuvor hatte Macron eine Einladung der nationalistischen Anführer der Insel ausgeschlagen.

Zwischen der Pariser Mitte-Regierung und den korsischen Regional-Institutionen gibt es immer wieder Spannungen. Macron erklärte während der Debatte, dass "die Korsen etwas Besseres verdienen als Grabenkriege". Er beklagte gemäss der französischen Nachrichtenagentur (AFP) fehlendes "Bedauern" der Nationalisten über die Ermordung des Präfekten Claude Erignac. Erignac wurde vor 21 Jahren von militanten korsischen Nationalisten ermordet.

Separatisten hatten auf der Insel jahrzehntelang mit Gewalt für ihre Forderungen gekämpft. 2014 legte die Untergrundorganisation FLNC die Waffen nieder, etwa zeitgleich gewannen gemässigte Nationalisten politisch an Bedeutung.

Mit der von ihm einberufenen Bürgerdebatte hatte Macron versucht, die "Gelbwesten"-Krise in den Griff zu bekommen. Dabei trifft er Bürgermeister und Verbandsvertreter im ganzen Land.