«Der von der AfD gewählte Titel einer aktuellen Debatte hat uns zunächst etwas vor Rätsel gestellt. Ich darf zitieren: ‹Gefahr für die Demokratie durch zunehmende Missachtung der Spielregeln durch gewählte Volksvertreter.› Wir kamen zunächst zum Ergebnis, es kann sich eigentlich nur um ein Selbstgespräch der AfD handeln.»

So beginnt Hans-Ulrich Rülke seine Brandrede gegen die AfD im Landtag von Baden-Württemberg (siehe Video oben). Der FDP-Fraktionschef liest der AfD und dem anwesenden Parteivorsitzenden Jörg Meuthen die Leviten und erntet Gelächter und Applaus. Sogar die Landtags-Präsidentin verkneift sich ihre Lacher nicht. Rülke:

«Wie wir festgestellt haben, war's aber der neuste Schwank in der Reihe: ‹Die AfD inszeniert sich selbst als Opfer›. Das ist ja im Grunde das einzige Politikangebot – auch um abzulenken vom aktuellen Aggregatzustand der Partei. Weil man stellt sich ja schon die Frage: Welche AfD-Landtagsfraktion löst sich heute wieder auf? Welcher führende Funktionär tritt zurück, weil er festgestellt hat, dass sich das Weltbild der AfD von der Erde als einer Scheibe bedrohlich nah dem Rand nähert, wo man dann rechts runterfällt. (...) Da bleibt letztlich nur noch die Inszenierung als Opfer.»