2575 Q5 verkaufte Audi noch, 2016 im letzten Jahr, bevor der Mittelklasse-SUV von der neuen Generation abgelöst wurde. Damit rangierte der Q5 immer noch auf Rang vier aller Audi-Modelle. Das weckt Erwartungen an die neue, zweite Generation. Die kommt optisch erst mal nur dezent anders, aber dennoch sichtlich moderner. Straffere Kanten und klarere Flächen lassen den 4,66 Meter langen SUV deutlich athletischer wirken als seinen Vorgänger. Das passt, schliesslich hat er in der zweiten Generation um rund 90 Kilogramm abgespeckt. Der Testwagen mit 2-Liter-Dieselmotor und 190 PS bringt 1845 Kilogramm auf die Waage, versteckt dies aber gut. Dank der leichtgängigen und direkten Lenkung und dem stimmig abgestimmten, optionalen Luft-Fahrwerk wirkt der Q5 verhältnismässig leichtfüssig. Auch der Vierzylinder-Diesel fühlt sich ausreichend kräftig an; er bietet 400 Nm Drehmoment ab 1750 Nm und muss daher nicht mit hohen Drehzahlen gehetzt werden. Nur beim Anfahren leistet sich der Selbstzünder in Kombination mit dem siebenstufigen DSG-Getriebe eine Gedenksekunde. Schade, denn ansonsten passt das Getriebe gut zum Motor und schaltet flink, passend und kaum spürbar.

Im Interieur will der neue Q5 die Zukunft sichtbar machen. Wie bei allen Audis der neuesten Generation ist das Cockpit sehr schlicht und klar gestaltet und wirkt daher geräumig und elegant. Zudem gibt es die volle Ladung an Technik. Nebst dem mittig auf dem Armaturenbrett platzierten Bildschirm informieren volldigitale Instrumente und ein Head-up-Display. Letzteres wirk im Zusammenspiel mit den digitalen Instrumenten aber nicht zwingend notwendig, da im Bildschirm vor dem Fahrer schon alle relevanten Infos angezeigt werden können. Ein Aufpreis von 1280 Franken, den man sich getrost sparen kann; dafür gönnt man sich besser das hervorragende Audiosystem von B&O.

Wenn wir schon über Preise sprechen: Der Audi Q5 ist ab 52 850 Franken erhältlich. Der getestete 2.0 TDI mit 190 PS kostet 54 650 Franken. Mit sportlichem Optikpaket und zahlreichen – aber längst nicht allen – Ausstattungsoptionen kommt der Testwagen auf stolze 85000 Franken. Angesichts des hohen Preises erstaunt es allerdings, dass man im Innenraum an einigen stellen, beispielsweise an den Türgriffen, auf nicht gerade edles Hartplastik greift. Schliesslich war die Materialanmutung im Interieur bisher eine grosse Stärke der Ingolstädter.

Dafür überzeugt der Q5 nicht nur mit seinen Fahreigenschaften und viel Hightech, sondern auch mit akzeptablem Testverbrauch von 6,1 l/100 km (Werksangabe: 5,3 l/100 km).