Der von Mercedes-Benz entworfene und entwickelte Aerodynamics Trailer senkt den Luftwiderstand des gesamten Sattelzugs um etwa 18 Prozent. Praxistests beweisen: Ein Sattelzug mit 40 Tonnen Gewicht und Aerodynamics Trailer kann im Fernver­kehr 4,5 Prozent Diesel sparen. Bei einer üblichen Laufleistung von 150'000 Kilometern für einen Fernverkehrszug im Jahr bedeutet dies eine Senkung des Dieselverbrauchs um rund 2000 Liter und eine Entlastung der Umwelt um mehr als fünf Tonnen CO2 pro Jahr. Kein futuristisches Gebilde, sondern ohne jede Einschränkung praxisgerecht ist der Mercedes-Benz Aerodynamics Trailer. Er basiert auf einem üblichen 13,6 m langen Kofferaufbau für den Tiefkühlverkehr. Ob Bodenfreiheit, Böschungswinkel oder Bedienbarkeit des Heckportals – der Aerodynamics Trailer entspricht allen gängigen Anforderungen des Speditionsalltags. Zahlreiche Einzelmassnahmen am Trailer verringern den Luft­widerstand des gesamten Zugs. Ein Anströmkörper an der Stirn­wand des Trailers reduziert den Abstand zur Zugmaschine. Die Seitenverkleidungen lenken die vorbeiströmende Luft in Richtung des markanten Heckdiffusors. Er schließt an die Verkleidung des Unterbodens an. Detaillierte Verkleidungen der Rückleuchten un­terstreichen die aerodynamische Feinarbeit ebenso wie die Ver­kleidung der Stützwinden unter dem Aufbau. Die Box hingegen im inneren trotz der aerodynamischen Massnahmen unverändert.

Das «Boat-Tail» verlängert zwar den Aerodynamics Trailer, hat jedoch für die Aerodynamik eines Sattelzugs entscheidende Bedeutung. Entsprechende Appelle an den Gesetzgeber verhallten nicht ungehört: Im Mai diesen Jahres empfahl die EU-Kommission eine Erweiterung der maximalen Länge um bis zu 50 cm bei aerodynamischen Massnahmen am Heck. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Längenvorschriften in der EU bis zum Frühling 2013 in die Gesetzgebung einfliessen werden. Dann kann man sich bei Mercedes auch den Beginn einer Serienfertigung vorstellen.