Fast ein Jahr hat die Million Euro, die die BVB den Elsässern für die 3er-Tramverlängerung nach Saint-Louis versprochen hatte, für rote Köpfe und Schlagzeilen gesorgt. Nachdem der Grosse Rat die politischen Diskussionen vor zweieinhalb Monaten durch seinen Entscheid beendet hatte, haben die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) laut Mediensprecher Benjamin Schmid nun die Zahlung der Million an den zuständigen südelsässischen Zweckverband Saint-Louis Agglomération ausgelöst.

Voraussetzung dafür war, dass am Montag wie geplant die letzten Verträge zu verschiedenen Fragen wie Betrieb, Infrastruktur und Sicherheit von Zweckverband, Basler Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels und den BVB unterzeichnet worden waren.

Laut dem Schweizer Gesamtprojektleiter Mathieu Harnist sind jetzt auch die endgültigen Gesamtkosten für das Projekt bekannt. Unter Berücksichtigung des Wechselkurses von 1,15 Franken für einen Euro belaufen sie sich auf 91 Millionen Franken.

Auf Schweizer Seite betrugen die Kosten 33,3 Millionen Franken – zu Lasten der Werkeigentümer IWB und Swisscom fielen 3,3 Millionen Franken an.

Der Bund übernimmt 35 Prozent der Kosten

Auf der französischen Seite bleiben es 53,1 Millionen Euro, von denen 4,4 Millionen Euro für die Park & Ride-Anlage am Bahnhof von Saint-Louis anfallen. Vom Gesamtprojekt übernahm der Bund im Rahmen des Agglomerationsprogramms 35 Prozent der Kosten. IWB und Swisscom gingen dabei allerdings leer aus.

Zusätzlich flossen aus Basel weitere Mittel ins Elsass: 2 Millionen Franken für die Tramverlängerung aus dem Basler Pendlerfond sowie die bereits erwähnte Million Euro von den BVB. Der Pendlerfond beteiligt sich zusätzlich mit 882'000 Franken an der Park & Ride-Anlage.