«Feuer, Licht und Energie» lautet das Motto der diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals. Ob es sich um Kachelöfen, Dampfeisenbahnen und Trämli handelt oder um moderne Energiefragen wie die Sanierung von Altbauten: Feuer und Licht stehen seit jeher in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der Menschheit und der Industrialisierung. In der Region wird den Besuchern in Basel und Sissach die Bedeutung dieser Begriffe an geschichtsträchtigen Plätzen nähergebracht.

Ziel der 20. Europäischen Tage des Denkmals ist es, einem breiten Publikum die Kulturgüter der Region und deren Erhalt näherzubringen, alte Denkmäler neu beleben zu lassen. Und wie könnte das besser gehen als mit Rundgängen und Erklärungen durch Fachpersonen? Denn nur wer selbst brennt, kann andere entzünden.

Ausführlichere Informationen über die einzelnen Führungen und Veranstaltungen im Internet unter
www.bl.ch/denkmalpflege
www.denkmalpflege.bs.ch
www.hereinspaziert.ch

Im Oberen Kleinbasel, an der Ecke Claragraben und Riehenstrasse befindet sich ein Schmuckstück. Das Wettstein-Häuschen ist das älteste Gartenhaus der Stadt. Bis zur Stadterweiterung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lag es vor den Toren Basels in einem Rebgelände und diente als Hort der Erholung. Das Häuschen habe Reliktcharakter, erklärt Thomas Lutz, Stellvertretender Kantonaler Denkmalpfleger. «Wir können froh sein, dass es bisher im Windschatten der Bebauungen stand.» Rund um das Rebhaus entstand Mitte des 19. Jahrhunderts beispielsweise das Richter-Linder-Schulhaus an der Hammerstrasse. Errichtet wurde das Rebhäuschen im Jahr 1571 - das Entstehungsjahr ist auf dem Fenstersturz neben dem Treppentürmchen eingemeisselt. Es wurde auf kleinem Grundriss von rund fünf Quadratmetern in die Höhe gebaut. Im Erdgeschoss befindet sich genügend Platz für landwirtschaftliche Gerätschaften und im Obergeschoss ist eine wohnliche Stube eingerichtet. Was es von anderen Basler Rebhäuschen unterschied, war sein gemauertes rundes Treppentürmchen, das auf besondere Wohlhabenheit seiner Erbauer schliessen lässt. Rebhaus wird zu Künstlerlokal Woher das Haus seinen Namen hat, ist nicht bewiesen. Angeblich soll es Johann Rudolf Wettstein, der ab 1645 in Basel als Bürgermeister fungierte, von der Stadt geschenkt worden sein. Dies für seinen erfolgreichen Einsatz für die Eidgenossenschaft im Vorfeld des Westfälischen Friedens von 1648. In den 1890er Jahren ging das Rebhäuschen wieder an die Stadt zurück. Die Basler Künstlergesellschaft bewarb sich als Mieter und benützte es für ihre Bedürfnisse bis zum Bezug der neuen Räumlichkeiten in der Kunsthalle im Jahr 1898. Der Bestimmung als Künstlerlokal blieb das Wettstein-Häuschen bis heute treu, fühlte sich nach dem Bildhauer Hans Frei namentlich auch Bildhauer Alexander Zschokke vom altertümlichen Charakter des Gebäudes angezogen. Dessen Kunstwerke sind noch aufgestellt, denn der jetzige Besitzer gehe sorgfältig damit um, weiss Lutz. Führungen Samstag, 11, 14 und 15.30 Uhr

Wettstein-Häuschen

Im Oberen Kleinbasel, an der Ecke Claragraben und Riehenstrasse befindet sich ein Schmuckstück. Das Wettstein-Häuschen ist das älteste Gartenhaus der Stadt. Bis zur Stadterweiterung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lag es vor den Toren Basels in einem Rebgelände und diente als Hort der Erholung. Das Häuschen habe Reliktcharakter, erklärt Thomas Lutz, Stellvertretender Kantonaler Denkmalpfleger. «Wir können froh sein, dass es bisher im Windschatten der Bebauungen stand.» Rund um das Rebhaus entstand Mitte des 19. Jahrhunderts beispielsweise das Richter-Linder-Schulhaus an der Hammerstrasse. Errichtet wurde das Rebhäuschen im Jahr 1571 - das Entstehungsjahr ist auf dem Fenstersturz neben dem Treppentürmchen eingemeisselt. Es wurde auf kleinem Grundriss von rund fünf Quadratmetern in die Höhe gebaut. Im Erdgeschoss befindet sich genügend Platz für landwirtschaftliche Gerätschaften und im Obergeschoss ist eine wohnliche Stube eingerichtet. Was es von anderen Basler Rebhäuschen unterschied, war sein gemauertes rundes Treppentürmchen, das auf besondere Wohlhabenheit seiner Erbauer schliessen lässt. Rebhaus wird zu Künstlerlokal Woher das Haus seinen Namen hat, ist nicht bewiesen. Angeblich soll es Johann Rudolf Wettstein, der ab 1645 in Basel als Bürgermeister fungierte, von der Stadt geschenkt worden sein. Dies für seinen erfolgreichen Einsatz für die Eidgenossenschaft im Vorfeld des Westfälischen Friedens von 1648. In den 1890er Jahren ging das Rebhäuschen wieder an die Stadt zurück. Die Basler Künstlergesellschaft bewarb sich als Mieter und benützte es für ihre Bedürfnisse bis zum Bezug der neuen Räumlichkeiten in der Kunsthalle im Jahr 1898. Der Bestimmung als Künstlerlokal blieb das Wettstein-Häuschen bis heute treu, fühlte sich nach dem Bildhauer Hans Frei namentlich auch Bildhauer Alexander Zschokke vom altertümlichen Charakter des Gebäudes angezogen. Dessen Kunstwerke sind noch aufgestellt, denn der jetzige Besitzer gehe sorgfältig damit um, weiss Lutz. Führungen Samstag, 11, 14 und 15.30 Uhr

Der Hattstätterhof zwischen Riehentorstrasse, Lindenberg und dem Oberen Rheinweg ist eines der bedeutendsten weltlichen Baudenkmäler im Kleinbasel. Das dreistöckige Haupthaus mit vier Ecktürmchen und Treppenturm an der Südostfassade wurde 1501 auf dem Areal einer Ziegelei erbaut. Der ummauerte Herrschaftssitz hob sich aus der ansonsten kleinteiligen Altstadtbebauung Kleinbasels hervor. Bis ins 19. Jahrhundert befand sich das Anwesen im Besitz von Adeligen und Bürgern. Von 1576 bis 1585 gehörte es dem illustren Söldnerführer Claus von Hattstatt, welcher der Liegenschaft ihren Namen gab. Führungen um 11, 14, 15.30 Uhr, Anmeldung beim Infostand am Claraplatz

Hattstätterhof

Der Hattstätterhof zwischen Riehentorstrasse, Lindenberg und dem Oberen Rheinweg ist eines der bedeutendsten weltlichen Baudenkmäler im Kleinbasel. Das dreistöckige Haupthaus mit vier Ecktürmchen und Treppenturm an der Südostfassade wurde 1501 auf dem Areal einer Ziegelei erbaut. Der ummauerte Herrschaftssitz hob sich aus der ansonsten kleinteiligen Altstadtbebauung Kleinbasels hervor. Bis ins 19. Jahrhundert befand sich das Anwesen im Besitz von Adeligen und Bürgern. Von 1576 bis 1585 gehörte es dem illustren Söldnerführer Claus von Hattstatt, welcher der Liegenschaft ihren Namen gab. Führungen um 11, 14, 15.30 Uhr, Anmeldung beim Infostand am Claraplatz

Die Clarakirche aus dem 14. Jahrhundert war einst Teil einer grossen Klosteranlage der Clarissen. An die mittelalterliche Struktur der Abtei erinnert jedoch nichts mehr, am Standort des Kreuzgangs und des Friedhofs des Nonnenklosters befindet sich heute der belebte Claraplatz. Das Ende des Klosters kam mit der Reformation und so übergaben die letzten zwei Nonnen es 1529 an die Stadt. Das heutige Erscheinungsbild der römisch-katholischen Kirche geht auf einen Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts durch Amadeus Merian zurück. Führungen um 14 und 15.30 Uhr, keine Anmeldung erforderlich

Clarakirche

Die Clarakirche aus dem 14. Jahrhundert war einst Teil einer grossen Klosteranlage der Clarissen. An die mittelalterliche Struktur der Abtei erinnert jedoch nichts mehr, am Standort des Kreuzgangs und des Friedhofs des Nonnenklosters befindet sich heute der belebte Claraplatz. Das Ende des Klosters kam mit der Reformation und so übergaben die letzten zwei Nonnen es 1529 an die Stadt. Das heutige Erscheinungsbild der römisch-katholischen Kirche geht auf einen Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts durch Amadeus Merian zurück. Führungen um 14 und 15.30 Uhr, keine Anmeldung erforderlich

Die Altstadthäuser an der Rheingasse sind gut erhaltene Beispiele des für die Gründungsstadt Kleinbasel charakteristischen Gebäudetyps. Die Grundstrukturen auf schmalen und sehr tiefen Parzellen reichen bis in die Entstehungszeit Kleinbasels zurück. Die Häuser waren durch Wirtschaftsgebäude und Gartenflächen ergänzt und wurden erst später unter einem Dach zusammengefasst. Sowohl beim Blauen Stein als auch beim Blauen Spiess sind diese ursprünglichen Gebäudeteile noch gut erkennbar. Die 1363 erstmals urkundlich erwähnten Häuser waren über Jahrhunderte im Besitz von Hafnern und Bäckern. Führungen um 11, 14, 15.30 Uhr, Anmeldung beim Infostand am Claraplatz

Zum Blauen Stein/Spiess

Die Altstadthäuser an der Rheingasse sind gut erhaltene Beispiele des für die Gründungsstadt Kleinbasel charakteristischen Gebäudetyps. Die Grundstrukturen auf schmalen und sehr tiefen Parzellen reichen bis in die Entstehungszeit Kleinbasels zurück. Die Häuser waren durch Wirtschaftsgebäude und Gartenflächen ergänzt und wurden erst später unter einem Dach zusammengefasst. Sowohl beim Blauen Stein als auch beim Blauen Spiess sind diese ursprünglichen Gebäudeteile noch gut erkennbar. Die 1363 erstmals urkundlich erwähnten Häuser waren über Jahrhunderte im Besitz von Hafnern und Bäckern. Führungen um 11, 14, 15.30 Uhr, Anmeldung beim Infostand am Claraplatz

Ab 1800 bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg prägten Färberei-Betriebe das Gebiet zwischen Rhein- und Utengasse. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten der danach anders genutzten gewerblichen Gebäude, die sich um einen schmalen Hof gruppieren. Zurzeit werden sie zum neuen Sitz der Stiftung Habitat umgebaut. Das Entfernen jüngerer Einbauten legt die Sicht auf die ursprünglichen Räume frei, wie beispielsweise die bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg betriebenen Werkhallen der Färberei. Führungen um 11, 14, 15.30 Uhr, Anmeldung beim Infostand am Claraplatz

Historische Gewerbebauten

Ab 1800 bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg prägten Färberei-Betriebe das Gebiet zwischen Rhein- und Utengasse. Aus dieser Zeit stammen auch die meisten der danach anders genutzten gewerblichen Gebäude, die sich um einen schmalen Hof gruppieren. Zurzeit werden sie zum neuen Sitz der Stiftung Habitat umgebaut. Das Entfernen jüngerer Einbauten legt die Sicht auf die ursprünglichen Räume frei, wie beispielsweise die bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg betriebenen Werkhallen der Färberei. Führungen um 11, 14, 15.30 Uhr, Anmeldung beim Infostand am Claraplatz

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