Am Samstagmorgen teilte das Basler Nachrichtenportal barfi.ch mit, dass der Betrieb dieses Wochenende eingestellt werde. Die Kasse sei leer, schreibt Gründer Christian Heeb, die finanzielle Situation lasse eine Weiterführung nicht mehr zu.

Nach drei Jahren und rund zwei Wochen ist nun Schluss. Bereits bekannt war, dass dem Unternehmen eine provisorische Nachlassstundung genehmigt wurde; erst am Freitag wurde diese im Basler Kantonsblatt publiziert. Die Mitarbeitenden von barfi.ch seien ebenfalls am Freitagmorgen informiert worden, so Heeb.

Beliebt in Basel

Das Portal hatte nach eigenen Angaben gemäss Google Analytics zu Rekordzeiten eine Zahl von rund 493'845 Nutzern erreicht, wie Heeb in der Mitteilung schreibt. Die Facebook-Community überstieg auch die der Basler Zeitung, was barfi.ch zur beliebtesten Seite auf dem US-amerikanischen Medium machte.

Heeb bittet in der Mitteilung darum, die App von barfi.ch nicht zu löschen, das Portal sei zwar inaktiv, "aber noch nicht begraben". Er hofft nach wie vor, dass sich eine neue Trägerschaft für das Unternehmen findet.

Neues Onlinemedium in Basel seit Montag

Heeb hatte sein Portal samt eigener App Ende Juli 2015 als voll auf mobile Kommunikationsgeräte fokussiertes Netzmedium lanciert; so brauchte es keine Konzession. "Barfi" ist der Dialekt-Kurzname für den Barfüsserplatz im Zentrum der Basler Innerstadt.

Nur wenige Tage, bevor barfi.ch seinen Betrieb einstellt, ist in Basel ein neues Onlinemedium gegründet worden. "Prime News", lanciert von Christian Keller, dem ehemaligen Lokalchef der "Basler Zeitung" ist am Montag ins Netz gestiegen. Keller setzt auf lokale Geschichten und ein simples Bezahlmodell.