Vergangene Woche berichtete die bz, dass Immobilien Basel-Stadt (IBS) eine erneute Ausschreibung für die Betreibung des Münsterbistros plant. So gab es zumindest ein Insider vor. Nun ist klar: Die Ausschreibung hat sich in der Zwischenzeit nicht konkretisiert, das Projekt liegt auf Eis. «Ob es überhaupt nochmals aufgenommen wird, in einer angepassten Form, ist noch offen», sagt IBS-Sprecherin Barbara Neidhart.

Das Bistro am Münsterplatz 10 hätte bereits im Herbst 2018 Eröffnung feiern sollen. Jedoch fand Vermieterin IBS entgegen ihrer Erwartungen und trotz perfekter Lage keinen Pächter; diverse Gastronomen gaben damals gegenüber der bz an, dass die vom Kanton formulierten Auflagen viel zu eng und einschränkend seien. Tatsächlich liessen diese wenig Spielraum, um sich gastronomisch zu verwirklichen: Im denkmalgeschützten Haus sind bauliche Veränderungen praktisch unmöglich, an der Aussenfassade gar nicht.

Schwierig zu realisieren

Auch dem Einbau einer Küche wurde nicht stattgegeben, was die Möglichkeiten für das kulinarische Angebot entsprechend eingeschränkt hätte. Zudem wäre der neue Betreiber verpflichtet gewesen, das Bistro auch sonntags zu öffnen, und werktags bereits ab 7 Uhr.
Rückblickend konstatiert Neidhart, dass die Rahmenbedingungen wohl tatsächlich «zu konkret» gewesen seien, «und zusammen mit den Voraussetzungen der Räumlichkeiten schwierig zu realisieren».