Das diesjährige Chanukka-Fest stand unter einem schlechten Stern. Am vergangenen Samstagmorgen wurde ein Fenster der Synagoge der orthodox-jüdischen Bewegung Chabad Lubawitsch an der Ahornstrasse eingeschlagen. Dieser Vorfall war nicht der erste Vandalenakt gegen Institutionen der jüdischen Gemeinde Basels. Erst vor wenigen Wochen sorgte eine Serie von Anschlägen auf die koschere Metzgerei für Aufsehen. Der mutmassliche Täter konnte inzwischen festgenommen werden.

Trotz der Verunsicherung fand am Dienstagabend, wie schon in den letzten 15 Jahren, das jüdische Lichterfest Chanukka auf dem Marktplatz statt. Dabei wurde ein zirka 5 Meter hoher und 2,5 Meter breiter neunarmiger Leuchter aufgestellt, der von Rabbiner Zalmen Wishedski angezündet wurde.

Neben der Erzählung der Geschichte des Chanukka-Fests, Musik und dem Auftritt eines Clowns wurden auch dieses Jahr wieder gratis Berliner verteilt. Heiner Vischer, der Statthalter des Grossen Rates, hielt eine feierliche Ansprache.

Das jüdische Lichterfest Chanukka dauert acht Tage. In diesem Jahr endet das Fest am Abend des 10. Dezembers.