Gegenüber früheren Umfragen hätten die Befragten die Präsenz der Basler Polizei in der Innenstadt präsenter und sichtbarer wahrgenommen, hiess es an der Präsentation der Resultate am Donnerstag vor den Medien im Rathaus. 56 Prozent der Befragten beurteilten die Anzahl Polizistinnen und Polizisten als genügend. Bei der Umfrage von 2015 waren es 46 Prozent gewesen.

Für 34 Prozent (2015: 47 Prozent) gibt es zu wenige, für vier Prozent (5 Prozent) dagegen zu viele Polizistinnen und Polizisten. Sechs Prozent der Befragten hatten dazu keine Angaben gemacht. 39 Prozent (56 Prozent) der Befragten beurteilten die Polizeipräsenz in der Nacht als ungenügend. 34 Prozent (45 Prozent) monierten eine zu tiefe Präsenz in den Parks.

Am Schlechtesten wurde die Polizeipräsenz von Befragen aus Riehen und Bettingen beurteilt: 42 Prozent der befragten Landgemeinden-Einwohner finden, dass es zu wenige Polizistinnen und Polizisten gibt. 2015 waren es indes noch 47 Prozent der Befragten aus Riehen und Bettingen gewesen, welche die Präsenz als ungenügend beurteilt hatten.

1666 Teilnehmende

Die Kundenbefragung findet seit 1983 alle drei Jahre statt. 2018 hat sie nun erstmals das Statistische Amt Basel-Stadt durchgeführt. Zum ersten Mal wurde zudem nicht mehr telefonisch befragt, sondern mittels Fragebogen, der schriftlich oder online ausgefüllt werden konnte. Die Ergebnisse seien jedoch mit den Umfragen von 2012 und 2015 vergleichbar, sagten die Verantwortlichen.

Von 6700 im Frühsommer angeschriebenen Personen, die im Kanton Basel-Stadt wohnen, haben 1666 den Fragebogen ausgefüllt. Dies entspricht einem Rücklauf von 25 Prozent. 14 Prozent davon haben den Fragebogen online ausgefüllt. Gegenüber den früheren telefonischen Umfragen seien häufiger einzelne Fragen nicht beantwortet worden.

Befragt wurden die Teilnehmenden auch zu einzelnen Aufgabenbereichen. Besser als in früheren Befragungen bewertet wurde etwa «Gewährleistung der Sicherheit von Personen und Sachen». Weniger zufrieden waren die Befragen etwa im Bezug auf das «Verteilen von Parkbussen» sowie bei der «Sicherstellung von Ruhe und Ordnung».

561 der Teilnehmenden waren in den vergangenen zwei Jahren auf einem Polizeiposten. 84 von ihnen waren mit ihrem Besuch unzufrieden. Moniert wurde etwa, dass die Ansprechpersonen desinteressiert, unmotiviert oder nicht kompetent gewesen seien.

Gesamtnote 7,4 von 10

Bei der Gesamtzufriedenheit setzten die Befragten einen Durchschnittswert von 7,4 auf einer Skala von eins bis zehn. 2015 waren es die Note 7,7 gewesen. Weil es sich um eine Einzelfrage handelt, sei keine Interpretation der Veränderung möglich.

Justiz- und Sicherheitsdirektor Baschi Dürr und Polizeikommandant Martin Roth zeigten sich vor den Medien mit den Resultaten zufrieden. Seit Jahren sei die Bevölkerung mit der Polizei «grundsätzlich zufrieden».

Verbessern wolle sich die Polizei jedoch bei der Ansprechbarkeit in den Quartieren. Dabei sollen auch die Öffnungszeiten überprüft werden, sagte Roth. Ein Ziel bleibe zudem, mehr zu Fuss statt mit dem Auto unterwegs zu sein. Mit bereits angestossenen Projekten soll gemäss Dürr zudem die Arbeit auf dem Posten reduziert werden zugunsten von Präsenz auf der Strasse.