Das kinderlose Ehepaar Probst-Lauber sei der CMS schon zeitlebens verbunden gewesen. Es habe vor dem Tod von Frank Probst, der 2011 starb, entschieden, die Stiftung als Alleinerbin einzusetzen. Alma Probst-Lauber sei 2017 verstorben, und so gehe nun der Nachlass in Form von Wertschriften, Liegenschaften und Kunstobjekten an die CMS.

Laut einer CMS-Sprecherin erhält die Stiftung immer wieder grössere und kleinere Zuwendungen; diese werden im Jahresbericht ausgewiesen. Die Dimension des Nachlasses des Ehepaars Probst-Lauber sei indes "ausserordentlich", daher auch die Mitteilung. Das Ehepaar will sein Erbe im Sinne Merians eingesetzt wissen.

Plus einen Drittel aufs Mal

Die CMS darf nach Merians letztem Willen für ihre Tätigkeit nicht die Substanz ihres Kapitals einsetzen, das sich 2017 zu einer Bilanzsumme von rund 350 Millionen Franken summierte, sondern nur dessen Erträge. Der gesamte Betriebsertrag wird im Jahresbericht auf knapp 69 Millionen Franken beziffert, der Jahresgewinn auf gut 12 Millionen Franken.

Nicht nur dies zeigt die Bedeutung des Probstschen Vermächtnisses, sondern auch die Zuweisungen und Spenden, die 2017 insgesamt gut 4,8 Millionen Franken betrugen. Formell geht das Probst-Erbe übrigens an die CMS-Dachstiftung. Diese wurde neu als Sammelbecken der rund 30 Zustiftungen der CMS gegründet und unterliegt kantonaler Aufsicht.

Generell ist die Situation der CMS im aktuellen, anhaltenden Tiefzinsumfeld delikat, muss sie doch aus den Erträgen des Stiftungsvermögens ihre diversen Aktivitäten zum Wohle der Stadt aufrechterhalten. Entsprechend strebt sie eine marktnähere Bewirtschaftung ihrer kommerziellen Standbeine an. Eine breitere Vermögensbasis kommt da nicht ungelegen.

CMS-Geld für Soziales, Kultur und Natur

Christoph Merian hatte 1857 im Testament bestimmt, die Erträge aus seinem gestifteten Vermögen zum Wohle Basels zu verwenden. Von jährlich rund 12 Millionen Franken kann die Basler Bürgergemeinde 45 Prozent für soziale Zwecke einsetzen. Gleich viel verwendet die CMS mit dem Segen der Kantonsregierung für städtische Aufgaben.

Die CMS ist neben der Sozialpolitik auch ein bedeutender Faktor in der Basler Raumplanung: Ihr gehören nicht nur beispielsweise das gesamte grosse Dreispitz-Areal mit Gewerbe, Kultur- und Bildungsinstitutionen, sondern auch rund 500 Wohnungen, 250 Alterslogis und 100 Einfamilienhäuser.