Bis 2018 erhielt das Vorstadt-Theater 240'000 Franken jährlich, also 960'000 Franken für vier Jahre. Für die neue Subventionsperiode beantragte das Haus eine Erhöhung um 92'200 Franken jährlich wegen gestiegener Richtgagen, der Budgetlogik und mehr Technikaufwand. Die Regierung anerkannte die Begründung, wollte aber ihre Prioritäten nicht verschieben.

Die grossrätliche Bildungs- und Kulturkommission (BKK) hingegen befand das Anliegen punkto Löhne für begründet genug. Mit 7 gegen 5 Stimmen beantragte sie dem Parlament eine Erhöhung um 30'000 Franken. Wegen Verzögerungen und längerer Kommissionsberatung ist formell inzwischen ein Nachtragskredit-Antrag nötig geworden.

Trotz Lob für die Leistungen des Vorstadttheatern gegen eine Erhöhung plädierten die Bürgerlichen. Sie forderten erneut statt steter punktueller Erhöhungen eine klare Priorisierung in einer Kultur-Gesamtschau.

Die Linke machte sich für eine Erhöhung stark. Das Grüne Bündnis wies auf die theaterpädagogische Bedeutung für Schulen und damit den Theaterpublikumsnachwuchs hin. Laut SP wird das Vorstadttheater ohne Erhöhung abhängiger von Stiftungen und anderen Drittmitteln, da es höhere Normlöhne anständigerweise bereits bezahle.

Am Ende wurde der Antrag der Bürgerlichen, die bisherige Summe beizubehalten, mit 47 gegen 46 Stimmen abgelehnt. Der zweite bürgerliche Antrag, den Nachtragskredit zu streichen und damit die Erhöhung departementsintern kompensieren zu lassen, wurde mit 54 gegen 39 Stimmen abgelehnt, das Budget also entsprechend erhöht. Die Subvention wurde so schliesslich mit 71 gegen 17 Stimmen abgesegnet.