Der 31-jährige Zauberkünstler Florian Klein präsentiert neu jeden Monat die «Open Stage Nights» im SUD und empfängt auf der offenen Bühne im Warteck allerlei noch unentdeckte Talente.

«Der Anlass ist für Profis und Laien gedacht, egal ob Musiker, Zauberer, Bauchredner oder was auch immer», konkretisiert Klein. Mit der Veranstaltung will der sympathische Jungkünstler, der als Kind wie viele andere einen eigenen Zauberkasten besass und so die Liebe zur Zauberkunst entdeckte, eine Plattform bieten, die insbesondere für unbekannte Künstler zu einem Sprungbrett werden kann.

Mit Hartnäckigkeit zum Erfolg

Dass der Weg zum erfolgreichen Künstler kein einfacher ist, weiss Klein aus eigener Erfahrung. «Es braucht dafür viel Interesse und Hartnäckigkeit – aber das ist ja fast überall so», merkt er an. Ruhig erzählt er, wie er als Sechzehnjähriger nach New York reiste, dort die Highschool absolvierte und später das Studium in Medienwissenschaften abschloss, um nebenbei für Star-Magier David Copperfield zu arbeiten.

Stefan Klein tritt 2011 im Basler Tabourettli auf

«Das war ein Kindheitstraum, der in Erfüllung ging», erzählt er strahlend. Während der sieben Jahre in den USA hatte der Basler zahlreiche Auftritte auf offenen Bühnen. «Die haben mir die Hemmungen genommen», sagt er, «das ist auch der Grund, weshalb ich mich so auf dieses Projekt freue.» Das System der offenen Bühne ist allerdings kein neues in Basel. Das ist sich auch Klein bewusst.

Dennoch hält er fest, dass sich der Anlass im SUD von der offenen Bühne am Nadelberg oder im Parterre auf dem Kasernenareal unterscheidet: «Bei uns können sich die Leute auch erst am Abend selbst für einen Auftritt melden», erklärt er. Zudem wird am Schluss der Veranstaltung anhand des jeweiligen Applauses ein Gewinnerbeitrag ausgezeichnet.

Am liebsten hat er Wissenschafter

Klein selbst lebt heute alleine von der Zauberkunst und wird regelmässig für Anlässe gebucht. «Am spannendsten ist es, wenn Wissenschafter im Publikum sitzen», sagt er grinsend, «die versuchen so angestrengt, meine Tricks zu durchschauen.» Wenn er von der Zauberei spricht, gerät der junge Mann ins Schwärmen. «Ich mag dieses Funkeln in den Augen der Zuschauer», freut er sich, «das ist, als würde ich das Kind in den Menschen erwecken.»

Die Nervosität vor der ersten Show im SUD hat sich bei Klein mittlerweile etwas gelegt. «In diesem Projekt steckt so viel Herzblut, dass momentan vor allem Vorfreude da ist.» Einzig die finanzielle Unterstützung fehlt dem Jungkünstler noch. «Wir sind noch auf der Suche nach Sponsoren», präzisiert er. Und was wünscht sich Klein für die persönliche Zukunft? «Eine eigene abendfüllende Show wäre grossartig», sagt er und erklärt: «Als eine Art Standbein wäre das sicher eine gute Sache.»