Eines der beiden Weibchen, die der Zolli im Gegenzug an andere Zoos abgegeben hat, ist dagegen verstorben. Beim verstorbenen Schimpansenweibchen handelt es sich um die elfjährige Zamana, wie Zoo-Direktor Olivier Pagan am Mittwoch vor den Medien sagte. Zamana war vor einer Woche in den Zoo Osnabrück gebracht worden und starb dort am Montag. Aufschluss über die Todesursache soll eine Obduktion geben.

Als Zamana am 4. September auf die Reise nach Deutschland geschickt wurde, sei sie noch gesund gewesen, sagte Pagan weiter. Die zwanzig Jahre alte Quamisha, die vergangene Woche dem Zoo Leipzig übergeben wurde, sei dagegen wohlauf. Beide Weibchen waren in Basel geboren worden.

Erstmals seit dreissig Jahren Zuwachs von aussen

Im Rahmen der europäischen Erhaltungszuchtprogramme hat der Zoo Basel in den vergangenen Jahren immer wieder neben anderen Tieren auch Schimpansen an andere zoologische Gärten abgegeben. Erstmals seit dreissig Jahren übernimmt er nun wieder Schimpansen von aussen. Damit soll verhindert werden, dass die ganze nun auf zehn Tiere angewachsene Gruppe aus Verwandten besteht.

Die Integration neuer Tiere in eine Schimpansenfamilie ist laut Kurator Adrian Baumeyer eine grosse Herausforderung. Überraschend weit ist man dabei mit dem neuen Männchen. Obwohl erst vergangenen Donnerstag in Basel angekommen, wird der zehnjährige Kume bereits mit der ganzen Gruppe zusammen gelassen, derweil die beiden zwanzig Jahre alten Weibchen Fifi und Gertruida aus Leipzig noch unter sich sind.

Besonders grosse Sympathie geniesst Kume beim greisen Eros. Der 51-jährige Schimpanse nimmt den übermütigen Jungspund immer wieder in Schutz, wenn ihm die Weibchen zu nahe kommen.

«Die beiden Männer kommen sehr, sehr gut miteinander aus», stellt Kurator Baumeyer fest. Selbstverständlich sei dies nicht, sondern vielmehr überraschend: Denn in der Natur können sich Männchen aus verschiedenen Clans dermassen in die Haare geraten, dass schon mal eines von ihnen sein Leben lassen muss.