In den vergangenen Wochen haben die Basler Verkehrsbetriebe bemerkt, dass ihre Schienen deutlich stärker beschädigt und abgenutzt sind, als erwartet. Als Grund vermuten die BVB einen Rückstau bei der Revision ihrer Flotte. Weil Mängel an den Tramrädern nicht rechtzeitig hätten behoben werden können, sei es zu einer erhöhten Abnutzung der Schienen gekommen, informierte BVB-Direktor Erich Lagler die Angestellten kürzlich in einem internen Schreiben. 

Zur Behebung des Problems und genaueren Klärung der Ursachen haben die BVB nun eine Taskforce eingesetzt. Die erste Sofortmassnahme: Bis auf Weiteres sind die Tramführer angewiesen, bei Weichen und Kreuzungen nicht schneller zu fahren als 15 km/h. Gleichzeitig sollen die Revisionsarbeiten intensiviert werden. Dafür wollen die BVB ihre Werkstätten mit temporärem Personal und Mitarbeitern der BLT verstärken.

BVB wollen heute noch informieren

Unklar ist, was die neue Entwicklung für die sowieso schon überalterte Infrastruktur der BVB bedeutet, etwa ob nun neue Grossbaustellen nötig sein werden. Ebenfalls eine Frage ist, was die absehbaren baulichen Massnahmen das Unternehmen kosten werden. Die BVB wollen heute Nachmittag genauer informieren.