Der Bundesrat hält gar nichts von der Idee eines neuen Bundesamts für Tourismus. Ein solches hatte mit Christoph Eymann ausgerechnet ein Liberaler angeregt. Die Touristiker würden noch mit zu vielen bürokratischen Hürden kämpfen, findet der Basler LDP-Nationalrat. Deshalb brauche es eine nationale Anlaufstelle für Tourismus. Immerhin sei dieser in «vielen Landesteilen der wichtigste Wirtschaftsfaktor».

Zwar wirke das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bereits heute als Koordinations- und Anlaufstelle. Es fehle aber eine Stelle, die «sämtliche Anliegen aller Player der Branche entgegennehmen und abschliessend bearbeiten» könne.

Tatsächlich anerkennt auch der Bundesrat den Bedarf einer noch engeren Koordination auf Bundesebene. Deshalb sei vorgesehen, dass sich das Seco auf Basis der neuen Tourismusstrategie des Bundes prioritär für eine verstärkte Koordination, für die Verbesserung der Rahmenbedingungen und für die Förderung des Tourismus einsetzen wird. Gleichzeitig werde die Koordination mit anderen für den Tourismus relevanten Politikbereichen sowie mit den Kantonen und der Branche verstärkt. Aus diesem Grund gibt es für den Bundesrat keinen Grund, extra neue Strukturen zu schaffen. (bz)