Der Sommer war dieses Jahr am Anfang oft verregnet und zum Teil auch eher kalt. Richtig Lust sich draussen aufzuhalten wollte sich lange nicht einstellen. Besonderes die Verantwortlichen von Freiluftevents sind davon betroffen. Auch wenn das Wetter seit Anfang August besser wurde und es mittlerweile richtig Sommer ist. Und von guten Temperaturen sind sie alle abhängig.

Cyrill Lang vom Citybeach Basel spricht deshalb vom Glück, das dieses Jahr bereits im schönen Mai geöffnet wurde. «Das kompensiert den Juli, in dem es jedes Wochenende geregnet hat». Der neue Standort im Nachtigallenwäldchen bei der Kuppel sollte auch einen Wetterschutz liefern. Ein Teil der Bar steht unter dem Viaduktbrückenbogen. Allerdings sagt Lang: «Bei Regen macht es auch gedeckt keinen Spass.»

Zudem hätten sich die Besucher vielleicht noch nicht daran gewöhnt, dass der Citybeach nicht mehr auf der Dachterrasse des Messeparkhauses zu finden ist. «Von einer verlorenen Saison kann man trotzdem nicht sprechen», sagt Lang, der auf einen schönen Altweibersommer hofft. Zu einem möglichen Standortwechsel «könne und wolle» er sich nicht äussern.

Seit Anfangs August besser

Auch Daniel Graber vom Chill am Rhy sagt: «Der Juli war sehr verregnet, der Umsatz des ganzen Monats war abhängig vom Wechselspiel des Wetters.» Bereits letztes Jahr trieb das schlechte Wetter die Bar unterhalb der Pfalz beinahe in den finanziellen Ruin. Anders als beim Citybeach hat die Open Air Bar Chill am Rhy sieben Tage in der Woche offen und das bis zum 1. September – auch bei schlechtem Wetter.

Die mehrheitlich schönen Tage seit Anfang August hätten viel wettgemacht. Ob das jedoch reichen wird, um den schlechten Juli einzufangen? Graber äussert sich zurückhaltend: «Das ist noch offen. Aber in den letzten zehn Tagen hatten wir so viele Besucher wie sonst nie zu dieser Zeit.»

Schlechtwetter-Lösungen

Das Neue Kino Basel, welches das Open-Air-Kino auf der Terrasse des Bernoulli-Silos organisiert, hatte sich bereits im Vorfeld eine Alternativlösung organisiert: Bei Regen werden die Filme im Kinosaal an der Klybeckstrasse gezeigt.

Ähnlich macht es auch das Sonnendeck auf dem NT-Areal, das vom Team der Bar Grenzwert betrieben wird: «Wir haben Glück, dass wir bei schlechtem Wetter ins Grenzwert können», sagt Barchef Sebastian Bolli. Der Sommer sei nicht so schlecht gewesen. «Regen ist allerdings nie vorteilhaft für Open-Air-Veranstaltungen», sagt Bolli. Via Facebook informierte das Grenzwert seine Gäste über die Öffnungen und Events.

Platzregen können vorkommen

Glück hatten das Orange Cinema und das Festival Im Fluss. Durch den späteren Start konnten beide vom mehrheitlich guten Wetter der letzten zwei Wochen profitieren. «Wir hatten zweimal Platzregen», sagt Tino Krattiger, Initiant des Kulturflosses. Das sei im üblichen Rahmen, die Ausgabe des Flosses sei dieses Jahr ein Erfolg gewesen.

Auch Daniel Frischknecht von den Orange Cinemas freut sich darüber, dass das Wetter mehrheitlich gehalten hat: «Bei Regen haben wir Pelerinen verteilt.»