Wer kennt es nicht? Als Fussgänger will man über die Strasse, aber das Lichtsignal scheint einen zu übersehen. Gefühlt ewig und dreiTage steht man dort und wartet, bis sich die Ampel erbarmt und auf Grün schaltet. Nur um auf halben Weg über die Strasse schon wieder nervös zu blinken und zu signalisieren, dass bald schon wieder die Autos ihre Fahrt aufnehmen. Und die Fussgänger sich doch bitte beeilen sollen, um die Strasse freizumachen. Das soll sich schon bald ändern. Dafür hat Basel-Stadt nun ein Pilotprojekt gestartet, teilt das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) mit.

Das Problem für die langen Wartezeit ist die Priorisierung des motorisierten Verkehrs. Dort wird mit Sensoren genau gemessen, wie viele Autos an der Ampel warten, entsprechend abgestimmt reagieren dann die Ampeln, verlängern oder verkürzen Grünphasen. Die Fussgänger sind dabei aussen vor.

In der Flughafenstrasse beim Kannenfeldplatz wird das bestehende System nun mit einem ähnlichen für Fussgänger ergänzt. Die Ampeln wurden dafür mit Mess-Sensorik und künstlicher Intelligenz ausgerüstet, schreibt das BVD weiter. Damit soll möglich sein, dass die Dauer der Grünphasen an die Menge der Fussgänger angepasst wird. Die Sensoren sollen zudem schon von weitem merken, wenn Fussgänger mit dem Wunsch die Strasse zu queren, sich der Ampel nähern. Dann werde auf Grün geschaltet, sobald es möglich sei, schreibt das BVD. Das Drücken des Ampel-Knopfes soll entfallen. (phf)