Der Chemie-Konzern BASF streicht in Basel 28 Stellen. Der grösste Teil des Abbaus werde noch in diesem Jahr erfolgen, schreibt auf Anfrage Franz Kuntz, Pressesprecher der BASF Schweiz. Als Grund nennt er: «BASF wird die Funktionseinheiten am Standort Basel verkleinern und auf den zukünftig reduzierten Bedarf an Services der Schweiz abstimmen.»

Ein betroffener Mitarbeiter wird gegenüber der bz konkreter. Die BASF sei dabei, das Segment Bauchemikalien – in dem sie zurzeit Weltmarktführerin ist – zu verkaufen. «Damit das Paket schmackhafter ist, werden bis Ende 2020 europaweit 400 Funktionen zusammengelegt, also 400 Stellen gestrichen.»

Die BASF Schweiz mit den teuersten Stellen habe nun den Anfang gemacht. Inwiefern das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Basel-Stadt in den Stellenabbau involviert war, ist unklar. Leiterin Nicole Hostettler sagt lediglich, es sei grundsätzlich so, dass die Firmen im Kanton das Amt zuverlässig über grössere Entlassungen informierten.

Im vorliegenden Fall hat es sich aber per Definition nicht um eine Massenentlassung gehandelt, die zu einer Meldepflicht geführt hätte. Bei Firmen mit über 300 Mitarbeitenden gilt als Massenentlassung, wenn dreissig oder mehr Menschen gekündigt wird. Die jüngst ausgesprochenen Entlassungen sollen bis 2021 vollzogen sein, schreibt die BASF. Mit der Personalvertretung sei ein Sozialplan ausgearbeitet worden, ein Grossteil des Stellenabbaus würde über Frühpensionierungen umgesetzt.