Am 1. Juni öffnet das «Klingeli» im neuen Gewand und unter neuer Führung seine Tore. Bevor es soweit ist, bewirtet eine Woche zuvor das künftige «Klingeli»-Team rund um Chefkoch Lothar Linsmayer und Gastgeber Cyrill Lang Gäste im leer stehenden Ackermannshof.

Die Rhyschänzli-Gruppe hat sich für ein Pop-up-Restaurant entschieden, da die Eröffnung des «Klingelis» eigentlich früher geplant war. Das Team und die neue Karte waren schon bereit. «Wir konnten nicht mehr warten», meint Geschäftsleiter Cyrill Lang gegenüber der bz. Da der Ackermannshof im Moment leer stehe und eine einwandfreie Infrastruktur aufweise, habe sich die Möglichkeit angeboten, die neue Karte und die Zusammenarbeit im Team vor der eigentlichen Eröffnung zu testen. 

Das dreitägige Restaurant auf Zeit wird jedoch nicht die einzige Zusammenarbeit der Rhyschänzli-Gruppe mit dem Ackermannshof bleiben. Wie Cyrill Lang gegenüber der bz verrät, wird das Rhyschänzli während der diesjährigen Art Basel ein weiteres Projekt mit dem Namen «heaven under» gemeinsam mit dem Spitzenkoch Pascal Schmutz und Antoine Konrad (bekannt als DJ Antoine) lancieren. 

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Kein Cordon Bleu für Nachtschwärmer

Das Food-Konzept der Kleinbasler Kult-Baiz unter der neuen Führung werde eine Referenz an die klassische europäisch-mediterrane Küche sein, jedoch mit einem «modernen Twist». «Das ‹Klingeli› ist der wilde, laute Bruder des ‹Rhyschänzlis›, der sich Mut angetrunken hat», meint Lang. Im neuen Lokal sollen Experimente möglich sein, die das traditionelle Konzept des Rhyschänzlis nicht zulasse: «Der Gast selbst, soll gefordert werden.» 

Auch optisch erscheint das «Klingeli» im neuen Gewand. Der Raum hinter dem berühmten Vorhang, wo zuvor Frauen ihre Dienste anboten, wird zu einer edlen Bar mit einer erlesenen Auswahl an Signature Cocktails umfunktioniert.

Alle Nachtschwärmer, die auf das berühmte Cordon Bleu um drei Uhr morgens gehofft haben, werden enttäuscht. «Das wird es nicht mehr geben.»