Jeder hat ihn eben noch gesehen. Mit dem schwarzen Labrador in der Stadt, beim Kaffee im Schiefen Eck, beim Bier im Schmalen Wurf. Alois Bischof, geboren 1951, Wahl-Kleinbasler, Autor, Journalist und Fotograf. Überraschend ist er in der Nacht auf Mittwoch an einem Herzstillstand gestorben. Seine Partnerin und seine Freunde stehen unter Schock.

«Er war ein guter Freund, ein aufgestellter Mensch, ein anregender Gesprächspartner und beliebt bei allen Gästen», sagt Michele Parisi, Geschäftsführer des Restaurants «Der Schmale Wurf». Der Film und die Literatur waren seine Passionen. Fast jeden Tag sei Bischof ins Kino gegangen, erzählt Parisi. Daneben war er unglaublich belesen.

«Er ist von mürber Eleganz, freundlich und voll Interesse», schrieb der Basler Autor Hansjörg Schneider 2001 in einer Buchkritik über Alois Bischof: «Er ist einer der besten Journalisten des Landes, hat für die WoZ und für das «Magazin» des Tages-Anzeigers geschrieben. Er hat unter anderem eine fulminante Reportage übers Kleinbasel veröffentlicht und für diese Liebeserklärung einen renommierten Journalistenpreis erhalten.»

Er sei ein «Stadtstreuner», schrieb sein Journalisten-Kollege Aurel Schmidt, aber er habe den Ausdruck «Striehli» vorgezogen. Jetzt fehlt Alois Bischof in dieser Stadt. Auf den Strassen mit dem Hund, im Café, in der Beiz.