Dieses Jahr feiert der Wettbewerb um den Titel «Lehrling des Jahres» Jubiläum. Schon zehn Mal kämpften die Finalistinnen und Finalisten um den begehrten Titel. Wer vom Gewerbeverband Basel-Stadt zum gestrigen Contest-Tag im Ausbildungszentrum des Malermeisterverbandes eingeladen worden ist, hat schon einen entscheidenden Schritt geschafft. Um den Titel bewerben sich jährlich rund 60 Lernende. Nur zehn werden eingeladen.

Für die Bewerbung reichen die Lernenden ein umfangreiches Dossier ein. Darin ist neben einem Foto, das möglichst kreativ den Lernenden in seinem Beruf zeigen soll, auch ein Motivationsschreiben des Bewerbers und ein Beurteilungsschreiben des Lehrbetriebs. «Wir achten bei der Auswahl vor allem auf die Kreativität und ob man die Leidenschaft für den Beruf spürt» sagt Aline Freier, Projektleiterin Berufsbildung. Aber auch die Noten und die Absenzen spielen eine grosse Rolle.

«Am Ende wählt jedes der Jury-Mitglieder seine Favoriten aus, und wir diskutieren sehr lange, bis wir uns auf zehn Kandidaten geeinigt haben», sagt Freier. Am gestrigen Contest-Tag mussten die Finalisten in acht verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Dabei ging es um Geschicklichkeit, Bildung, Strategie und Sozialkompetenz. Den neunten Posten bildete das Publikumsvoting und den zehnten Posten müssen die Teilnehmenden live am Tag der Preisverleihung am 27. November bewältigen.
Der Sieger oder die Siegerin des Wettbewerbs gewinnt nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch einen Geldpreis im Wert von 2018 Franken.

Die Idee zum Wettbewerb entstand mit dem Gedanken, das Image der Berufslehre aufzubessern. «Gerade in einem Kanton wie Basel-Stadt, in dem die Gymnasialquote sehr hoch ist, sind wir natürlich sehr stark bemüht, den starken Schülern auch die Berufslehre nahezulegen», sagt David Weber vom Gewerbeverband.