Seesterne und Schlangensterne haben weder ein Vorne noch ein Hinten, weder eine linke noch eine rechte Körperseite; sie sind fünffach symmetrisch! Von aussen ist dies durch die fünf langen Arme ersichtlich, aber auch im Inneren ist alles fünffach vorhanden: In einer zentralen Körperscheibe finden sich ein fünfarmiges Nervensystem, ein fünfteiliger Kiefer, fünf Geschlechtsorgane… und zwei Mal fünf Atmungsorgane!

Gleichberechtigte Arme

Ein Schlangenstern kommt sehr elegant daher: Er streckt ein oder zwei Arme aus, hält sich dann am Untergrund mit Stacheln fest und schiebt den Körper mit den seitlichen Armen nach vorn. Die einzelnen Arme sind gleichberechtigt, der Schlangenstern hat auch keinen Lieblingsarm, den er häufiger einsetzt. Die Richtung weist zum Beispiel eine Leckerei auf dem Meeresboden, die verlockend duftet.

In den Aquarien 25 und 27 im Basler Zolli kann man den Schlangenstern beobachten.

In den Aquarien 25 und 27 im Basler Zolli kann man den Schlangenstern beobachten.

Schlangensterne klettern auch in unwegsamen Riffen über jede Hürde hinweg, kriechen in  engste Spalten oder graben sich durch den lockeren Meeresboden. Auf diese Art sind sie viel schneller als die verwandten Seesterne, die lediglich auf winzigen Füsschen vorwärts kriechen.

Noch nicht vollständig erforscht

Was die Fortpflanzung betrifft sind Schlangensterne für fast alles offen: Man findet Arten mit Männchen und Weibchen, andere sind zwittrig – sie haben gleichzeitig sowohl Eierstöcke wie Hoden – wieder andere sind zuerst männlich, später weiblich. Vermutlich gibt’s das auch andersherum. Schlangensterne bergen noch viele Geheimnisse.

Hackt man den Arm ab, wächst aus ihm ein neuer Schlangenstern nach.

Hackt man den Arm ab, wächst aus ihm ein neuer Schlangenstern nach.

Manche Arten geben die Eier ins freie Wasser ab, andere brüten die Jungen in speziellen Körperhöhlungen aus und sind damit lebendgebärend wie Säugetiere. Auch Klonen ist für Schlangensterne nichts Exotisches: Sie können einen ihrer fünf Arme oder Teile davon abtrennen; das abgelöste Stück wächst zu einem vollständigen – neuen – Schlangenstern heran. Einige Arten können sich auch mitten durch halbieren, worauf jeder Hälfte zu einem vollständigen Tier regeneriert.