Der Elektrobus der Basler Verkehrs-Betriebe ist da. Ab Montag geht er in den Pilotbetrieb und bedient die Linien 33 und 42 auf dem Netz der BVB. Die erste Phase dauert sechs Wochen. Der Bus ist komplett batteriebetrieben.

Die Reichweite der Batterie beträgt laut einer Mitteilung der BVB vom Freitag rund 130 Kilometer. Dann muss das 12 Meter lange Gefährt wieder an den Strom angeschlossen werden. Die Ladestation befindet sich in der Garage Rank.

Laut Plan ab Januar 2019 auf dem ganzen Netz

Der Bus selbst ist niederflurig gebaut und kommt aus den Niederladen. Das Modell heisst Citea SLF-120 Electric und wird von der Firma VDL gebaut. Der Komfort sei hoch, schreiben die BVB weiter, und der Fahrbetrieb sei leise. Gehalten ist das Fahrzeug in grasgrünem Design, dass die "Verbindung von Natur mit der Antriebstechnologie der Zukunft" symbolisieren soll.

Laut BVB-Direktor Erich Lagler werde damit "ein wichtiger Grundstein" für den CO2-freien Betrieb der Busflotte gelegt. Nach der Pilotphase wird Bilanz gezogen, verläuft alles planmässig, soll der Bus ab Januar 2019 als fester Flottenbestandteil auf dem ganzen Netz unterwegs sein.

Projekt unter scharfer Beobachtung von Kritikern

Im Vorfeld sah sich das Gefährt starker Kritik ausgesetzt. So bemängelten Politiker und Medien das defensive Vorgehen der BVB in Sachen E-Mobilität, denn es wurde zurückhaltend geplant: Während andere Städte und Verkehrsbetriebe gross angelegt investierten, hätten die BVB nur einen einzigen Pilotbus gekauft. Die Baselland Transporte (BLT) von Direktor Andreas Büttiker etwa schafften kürzlich fünf E-Busse an, die auf gross angelegten Kursen verkehren.

Unter anderem urteilte SP-Verkehrspolitiker Jörg Vitelli anlässlich der Beschaffung des einen Busses: «Die BVB machen hier einen Mikroschritt in Richtung Zukunf.t» Das Pilotprojekt sei nicht zielführend: «Man muss sich nur mal die Frage stellen, wie ein Dutzend Busse über Mittag zum Aufladen ins Depot fahren soll.»