Ab diesem Jahr steckt es auch schon im Namen: laue Sommerabende, an denen die Menschen auf dem Münsterplatz zusammenkommen und gemeinsam Filme auf der Grossleinwand anschauen – und das zu sehr moderaten Preisen.

Nachdem ein Mobilfunk-Anbieter seinen Namen geändert und sich aus dem Sponsoring mehrerer Open-Air-Kinos zurückgezogen hat, heisst die Veranstaltung nun Allianz Cinema. Das bedeutet zusammenstehen, sich vereinigen, so wie in Star Wars «The Force Awakens», der am 19. August zu sehen sein wird. Danach stehen weitere Blockbuster auf dem Programm: James Bond «Spectre» und «The Martian». Bis der schönste Platz der Stadt am 21. August auch wieder zum ruhigsten wird.

Darüber hinaus gibt es wie immer einiges an leichter Unterhaltung, wie «The Nice Guys» oder «Everybody wants some», Romanzen wie «Carol» und «Me before you». Den Auftakt heute Abend macht der launige Musikfilm «Sing Street».

Almodóvars «Julieta»

Internationale Highlights sind sicherlich «Spotlight», der brillante Thriller über die Aufdeckung des institutionalisierten Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche von Boston, aber auch der neue Film von Pedro Almodóvar namens «Julieta». Es geht dabei zwar wie immer um eine Sinnsuche – diesmal einer jungen Frau – aber wie und mit welchen Bildern der Meister des spanischen Films dies erzählt, ist einfach unvergleichlich und verdichtet sich von Werk zu Werk. Eine Fortsetzung bietet «Now you see me 2» (Die Unfassbaren) über die «Four Horsemen», die mit Zaubertricks den bösen Wirtschaftsbossen an den Kragen wollen.

Aktueller wird es in Anna Thommens mehrfach ausgezeichnetem Film «Neuland» über eine Integrationsklasse in Basel. Er wirkt wie eine Vorwegnahme der Ereignisse des letzten Sommers mit der Flüchtlingskrise. Am gleichen Abend folgt im Fokus Basel «La femme et le TGV» von Timo von Gunten. Es ist dies die seltsame Romanze zwischen einer einsamen Frau, die immer dem Zug hinterherwinkt, und einem Lokführer. Die Frau spielt übrigens Jane Birkin.

Natürlich gibt es auch eine Family Night mit dem Animationsfilm «Findet Dorie» am Mittwoch, 10. August, und eine exklusive, noch nicht bekannte Vorpremiere am Dienstag, den 16. August.

Leider keine speziellen Events

Leider fehlen wirklich spezielle Filme oder Events, wie es etwa die Chaplin-Live-Vertonung des Sinfonie-Orchesters im Jahr 2014 war. Der Eintritt kostet 15 Franken, für Studenten gar nur 10 Franken, und der Fokus Basel am Mittwoch, 17. August, ist gar kostenlos, finanziert vom Swisslos Fonds Basel-Stadt.

Trotzdem sind für jeden Abend noch Tickets zu haben. Vorbei sind die Zeiten, als man sich vor dem Münster auf den Boden setzte, schon Stunden vorher den Platz reservierte. Erstens sieht man von da ja schon lange nichts mehr, zum Anderen scheint es keine Platznot im Innern zu geben. Mittlerweile teilt sich das Open-Air-Kino die Abende halt mit zahlreichen anderen Veranstaltungen. Aber keine Angst: Wenn es heute Abend soweit ist, werden die Leute doch wieder Schlange stehen und sich ärgern, dass sie ihre Billetts nicht online gekauft haben – zumal das Wetter für die kommenden drei Wochen sonnig-stabil zu bleiben scheint.