Zum allerersten Mal lässt Sandra Gisiger ihre Hündin in der Reinacher Heide in die Birs. Die Vierbeinerin ziert sich noch etwas, aber die Herrin würde gerne mehr als nur die Füsse ins kühle Nass strecken. «Schade, haben wir das Badkleid nicht dabei», sagt sie zu ihrer Freundin. «Es ist schön frisch hier an der Birs.» Die Wassertemperatur schätzt sie auf 20 Grad.

«Rhein ist fast zu warm»

Das ist deutlich kälter als die Luft, die gestern im Schatten locker 30 Grad erreichte – nicht Rekord, aber so heiss, dass man doch nach Abkühlung lechzte, zum Beispiel im Rhein. So auch die Kleinbaslerin Lislotte Ernst. Sobald im Frühling der Rhein 18 Grad erreicht, springt sie täglich in die Fluten. Gestern hatte der Rhein 22 Grad «eigentlich fast zu warm», findet sie.

Nicht um die Hitze kümmert sich Eray Tasdelen. In der Dreirosenanlage macht er Klimmzüge, sein braungebrannter Oberkörper schwitzt in der Nachmittagshitze. «Ich musste heute um fünf zur Arbeit, und danach gehe ich grillieren. Darum hab ich heute nur jetzt Zeit zum Fitten», erklärt er lapidar.

Heisse Bodenplatten

Nie zu heiss ist es für Luzie Hänggi. «Ich bin schliesslich im Juli geboren», erklärt sie. Vom Burgfelderquartier her kommt sie oft quer durch die Stadt an die Birs in der Breite, zum Grillen mit den Kindern der Freundin. «Am Rhein ist es mir zu voll», findet sie.

Ins Planschbecken im Horburgpark geht Filnaz Iyidogan mit ihren kleinen Söhnen. «Daheim streiten sie ständig», sagt sie. «Wenn sie im Wasser spielen, hab ich meine Ruhe.» Sie selber hüpft barfuss auf den Bodenplatten herum. «Heiss», sagt sie nur.

Wasser beim Basketball

Und so hat bei der Bruthitze jeder seine Methode, mit der Hitze umzugehen. Oder wie es der 17-jährige Tyson ausdrückt, der Wasser abfüllt für seine Kumpels, mit denen er Basketball spielt: «Schwitzen muss einfach sein.»