Im Gemeinderat von Weil am Rhein hatte Rudolf Koger, Abschnittsprojektleiter Weil am Rhein des Projekts «Tramlinie 8 – grenzenlos» bereits Andeutungen gemacht. Mittlerweile ist es sicher: Die Verlängerung der Tramlinie 8 wird nicht wie geplant Ende 2013 fertig. Dies berichtete die «Badische Zeitung» am Freitag. Koger will sich nicht festlegen, wann die Tramlinie 2014 in Betrieb genommen werden kann.

Bauarbeiten dauern länger

Ziel des Projekts ist es, den Grenzverkehr vermehrt mit dem öffentlichen Verkehr zu bewältigen. Die Deutsche Bahn (DB) sichere zwar zu, dass das Baufeld für die neue Trambrücke bis zum Ende des ersten Quartals 2013 frei sei.

Es zeichne sich allerdings ab, dass die Bauarbeiten zu lange gehen würden, als dass die Linie noch 2013 in Betrieb genommen werden könnte, berichtet die «Badische Zeitung» weiter. Zu Verzögerungen führen verschiedenen Ursachen. Die DB habe Arbeiten an der Signaltechnik noch nicht vergeben können, weil sich keine Bieter meldeten und die Wendeschleife in Weil kann erst nach der Fertigstellung der neuen Brücke angelegt werden. Zudem müsse man zwischen vier und sechs Wochen für Probefahrten einrechnen, sagt Koger.

Viele Herausforderungen

Die Verlängerung der Tramlinie 8 von Kleinhüningen nach Weil stellt nicht nur Baufachleute und Diplomaten vor Herausforderungen, sondern auch die Basler Tramführer.

Diese absolvieren im Vorfeld eine Schulung in deutscher Verkehrskunde. Auf der Strecke werden Combino- und die neu bestellten Flexity-Trams fahren, denn nur diese entsprechen den deutschen Auflagen (die bz berichtete). Vorgesehen war, dass das Projekt nach vier Jahren Bauzeit im Sommer 2013 abgeschlossen werden würde. Für die Verlängerung der Tramlinie 8 von Kleinhüningen bis zum Bahnhof Weil werden rund 2,8 Kilometer neue Tramgleise verlegt. Davon liegt ein Kilometer auf Schweizer Boden. Rund 104 Millionen Franken kostet die grenzüberschreitende Verlängerung.

Basel übernimmt rund 67 Millionen Franken, der Bund beteiligt sich mit 25 Millionen an den Kosten.