Die Absage der Party gibt George Hennig, Co-Geschäftsleiter der Basler Freizeitaktion (BFA), auf Anfrage der bz bekannt. Die BFA ist Trägerin des Sommercasinos und weiterer Institutionen für Jugendliche; sie hat eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton und erhält dafür Subventionen.

Angebote für die Jüngsten

Unter dem Titel «Zigi-Party» griff «20 Minuten» den Anlass auf. Die Party richtete sich an über 18-Jährige, und als Werbegeschenke hätten Gratis-Zigaretten abgegeben werden sollen. Das kam bei verschiedenen Stellen aus Jugendschutzgründen schlecht an. Für Hennig ist klar: «Ich betrachte die Geschichte mit Gauloise als Ausrutscher», sagt er zur bz. Es sei unsensibel gewesen, eine solche Veranstaltung zu buchen.

Das Sommercasino stehe unter strengerer Beobachtung als andere Veranstalter, weil es sich als Club an die Jüngsten unter dem Party-Volk wende, an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren. Dem gelte es Rechnung zu tragen beim Eingehen von Kooperationen.

Denn eine Ausnahme ist es nicht, dass eine Veranstaltung in Kooperation mit einem Sponsor organisiert wird. «Das kommt immer wieder vor, auch, weil es immer teurer wird, Anlässe zu organisieren», erklärt Hennig. Es könne auch sein, dass Sponsoren materielle Spenden abgäben, zum Beispiel Getränke, die dann verkauft würden.

Keine extremen Veranstaltungen

Verboten sind gemäss Leitbild alle Veranstaltungen aus einem extremistischen Umfeld. Sexistische, fremdenfeindliche und diskriminierende Veranstalter sind als Mieter der Räumlichkeiten nicht willkommen. Für die Sponsoren-Events gab es bisher keine solche Richtlinie. Das wird sich nun ändern: «In Zukunft wird es sicher keine Kooperationen mit der Tabakindustrie mehr geben.»

Hennig betont, dass das Sommercasino kein rein kommerziell orientierter Club ist: «Wir bieten ein Lernumfeld für Jugendliche.» Die Veranstaltungen, die Werbung, der Gastro-Bereich und die Technik würden von einem sehr jungen Team bestritten, das als Kollektiv organisiert sei und entsprechend viel Verantwortung trage. Die BFA stehe unterstützend zur Seite.