Am Schluss schrie kaum ein Hahn mehr danach. Die Initiative für eine faire und nachhaltige Ernährung wurde im Kanton Basel-Stadt hochkant verworfen.

Allerdings nicht so hochkant, wie die Initiative No Billag abgelehnt wurde: Mit 67,10 Prozent Nein war das Resultat immer noch deutlich genug. Unterstützung erfuhr die Initiative denn auch nur von linksgrüner Seite, wenn auch nur zu Teilen.

Grundsätzlich ging es der Initiative um die Förderung der pflanzlichen Ernährung im Kanton Basel-Stadt. Also dass vegetarische und vegane Angebote auf möglichst allen Ebenen gefördert werden sollten.

Dabei ging das Volksbegehren vom Grundsatz aus, dass es sich dabei auch um eine ökologisch nachhaltigere Ernährungsweise als den Fleischkonsum handle. Weder Regierung noch Grosser Rat zeigten besondere Begeisterung für das Geschäft, entsprechend lautete die Abstimmungsempfehlung: Nein.

Die Initianten traten im Vorfeld der Abstimmung öffentlich kaum in Erscheinung. Ein regional orientiertes Komitee löste sich nach einer Recherche der bz weitgehend in Luft auf, da einige als Mitglieder aufgeführte Persönlichkeiten angaben, gar nie offiziell dazu angefragt worden zu sein.

Die Unterstützer aus den Reihen der Linken und Grünen gaben an, mit ihrer Zustimmung zur Initiative vor allem ein Zeichen setzen zu wollen, um die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung zu hinterfragen und zu einem Umdenken anzuregen. Sie schafften es immerhin auf einen Ja-Anteil von 32,90 Prozent, was aber den Bereich des symbolischen nicht überschreitet.

Die Regierung machte bereits in ihrer Stellungnahme zum Anliegen darauf aufmerksam, dass in Basel-Stadt bereits «zahlreiche Organisationen und Initiativen aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Privatwirtschaft und Verwaltung» tätig seien, die sich für eine gesunde und nachhaltige Ernährung engagieren.

Zudem sei dies auch Bestandteil der Lehrpläne in Schulen. Womit der Kernbestand der Initiative bereits erfüllt sei. Der Empfehlung folgte das Stimmvolk am Sonntag deutlich.