«Wir hatten noch selten so viele Reaktionen unserer Mitglieder wie hier. Das Thema bewegt», betont TCS-Geschäftsführer Lukas Ott. Gemeinsam mit dem ACS und dem Basler Gewerbeverband startet der TCS beider Basel deshalb eine kantonale Initiative gegen die Gebührenerhöhung für Anwohnerparkkarten. Es könne nicht sein, dass die Regierung einerseits in den vergangenen Jahren Hunderte von Parkplätzen auf der Allmend abgebaut habe, andererseits nun aber die Preise für Anwohnerparkarten verdoppelt habe, argumentiert der Verkehrsverband.

Das Ziel der Basler Regierung ist es, mit dieser Massnahme den allabendlichen Parkplatz-Suchverkehr in den Quartieren einzudämmen. Die Bewohner sollen mit einer Erhöhung der Anwohnerparkkarte per Anfang Jahr von 140 auf 284 Franken dazu bewegt werden, ihre Autos zu verkaufen oder sie unterirdisch in Einstellhallen zu parkieren.

Ebenso hat die Regierung in eigener Kompetenz die Parkkarte für Arbeitspendler von 700 auf 860 Franken erhöht, und Besucher müssen neu für eine Tagesparkkarte zwanzig anstatt zehn Franken hinblättern.

Der TCS beider Basel verschickt nun mit seinem Magazin 25'000 Unterschriftenkarten an seine Basler Mitglieder, nachdem im Grossen Rat bereits mehrere Anläufe gegen die Gebührenerhöhung gescheitert waren. Ziel des Volksbegehrens soll es sein, die Gebühren der Anwohnerkarte auf dem letztjährigen Stand von 140 Franken einzufrieren.

Damit die Initiative zustande kommt, sind 3000 Unterschriften nötig. Aus Sicht von TCS-Geschäftsführer Ott sollte das kein Problem sein: «Zusammen mit dem ACS und dem TCS werden wir sicher einige Tausend Unterschriften zusammenbekommen.» Vermutlich würden sich auch noch einzelne politische Parteien anschliessen.