Gegen das geplante Quartierparking unter dem Basler Landhofareal haben 134 Personen eine Einsprache unterzeichnet. Die Regierung hatte vor Jahresfrist der Zum Greifen AG den Zuschlag erteilt für ein einstöckiges Parking mit rund 200 Parkplätzen.

Über hundert der Unterzeichnenden seien direkt betroffene Anwohner des Landhofs respektive von der geplanten Parking-Ein- und Ausfahrt tangiert, teilte die "IG Quartierparking Landhof Nein!" am Montag mit. Die Einsprache sei fristgerecht am Mittwoch eingereicht worden.

Die IG beklagt eine verfassungswidrige Verweigerung der Bevölkerungs-Mitwirkungsrechte: Die Regierung habe ein Unter-Baurecht ohne Anhörung an die Zum Greifen AG vergeben. Zudem sei das Projekt nicht zonenkonform. Und die Regierung verzichte auf die zwingende oberirdische Kompensation der neuen Parkplätze.

Für den Bau hatte die Regierung bereits einen Beitrag von maximal 1,7 Millionen Franken aus dem Pendlerfonds in Aussicht gestellt. Die übrigen Bau- sowie die Betriebskosten gehen zu Lasten des Investors.

Der Zugang zum Parkhaus, das sich an Anwohner richtet, soll beim Kreisel Wettsteinallee/Riehenring entstehen. Der Bau soll mit dem Projekt zur Neugestaltung des Landhofs koordiniert werden. Auf dem Landhof war ab 1893 der FC Basel beheimatet; seit den 1960er-Jahren spielt dieser im St. Jakob. 2001 endete dessen Baurecht im Landhof.

Anlass für den Auszug des FCB waren Pläne für Wohnbauten, die jedoch 2010 scheiterten. Damals obsiegte eine Grünerhaltungs-Initiative an der Urne gegen einen Überbauungs-Gegenvorschlag. Bereits in den 1970er-Jahren hatte sich das Quartier gegen Pläne für ein Gross-Stadion mit Parking auf dem Landhof-Areal quergelegt.