Frau Ackermann, Sie haben sich dagegen entschieden, die Museen enger an die Leine zu nehmen. Weshalb?

Elisabeth Ackermann: Weil ich es sehr wichtig finde, dass die Museumsdirektionen eine grosse künstlerische Freiheit haben. Sie wissen, welche Ausstellungen sinnvoll sind und eine grosse Ausstrahlung haben. Sie wissen auch, wie man die Sammlungen hegt und pflegt. Das wissen wir in der Verwaltung nicht, das ist Aufgabe und Kompetenz der Museumsdirektionen. Doch werden sie durch Gespräche eng von der Abteilung Kultur begleitet. Es findet eine Aufsicht statt.

Das sind die wichtigsten Punkte der Basler Museumsstrategie

Das sind die wichtigsten Punkte der Basler Museumsstrategie

Sieben Jahre nachdem erstmals eine Strategie für die staatlichen Museen angeregt wurde, stellt die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann die Museumsstrategie vor.

Aber Gespräche führen heisst ja noch nicht, dass man auch handelt.

Da gibt es schon Handlungsmöglichkeiten, doch doch. Es hat ja keine Museumsdirektion Interesse daran, dass man in eine Krise schlittert. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist sehr gross.

Die Museumsdirektionen sollen Synergien suchen. Wo sehen Sie solche?

Zum Beispiel, indem man einen Pool fürs Aufsichtspersonal bildet. Auch gibt es Möglichkeiten in der Zusammenarbeit in Bereichen wie Schreinerei, Fotografie oder Digitalisierung.

Sie halten an einem neuen Standort für das Naturhistorische Museum beim Bahnhof St. Johann fest. Warum gibt es für Sie keine Alternative?

Der Berri-Bau muss renoviert werden, das Naturhistorische Museum müsste für drei bis fünf Jahre schliessen und das kann keine Option sein für Basel, für dieses Familienmuseum. Ich fände eine Schliessung sehr schade und schädlich.

Auch das Kunstmuseum war temporär geschlossen.

Das Naturhistorische Museum wie auch ich finden das Bauprojekt im St. Johann sehr toll. Ich glaube auch, dass dies für die Entwicklung des Quartiers sehr positiv sein kann.