Victor Valderrabano, der entlassene Leiter der Orthopädie am Basler Universitätsspital (USB), findet Unterschlupf bei Genolier Swiss Medical Network, einer Gruppe Schweizer Privatkliniken. So ist Valderrabano seit Beginn dieses Jahres in der Schmerzklinik am Hirschgässlein in Basel tätig. Dort führt er als Belegarzt Sprechstunden und ambulante Eingriffe durch. Muss einer seiner Patienten stationär behandelt werden, operiert Victor Valderrabano in der Privatklinik Obach in Solothurn. Dies lässt Valderrabano auf Anfrage der bz über seinen Basler Anwalt Gabriel Nigon ausrichten. Sowohl die Schmerzklinik Basel wie auch die Privatklinik Obach gehören zur Genolier-Gruppe. Dort habe man keine Bedenken wegen Valderrabanos Vorgeschichte rund um die Honorar-Affäre. «Für uns steht die fachliche Kompetenz im Vordergrund», sagt die Mediensprecherin von Genolier. Zum laufenden Verfahren werde keine Stellung bezogen.

Strafuntersuchung läuft

Das Unispital Basel hat Victor Valderrabano im Oktober unter anderem wegen angeblich unrechtmässig bezogenen Honoraren und falsch abgerechneter Spesen fristlos entlassen (bz berichtete). Zudem erstattete das Spital Anzeige. Wie Peter Gill, Mediensprecher der Basler Staatsanwaltschaft, sagt, läuft das polizeiliche Ermittlungsverfahren gegen Valderrabano noch. Dabei wird abgeklärt, ob es zu einer Straftat gekommen ist. Der entlassene Cheforthopäde dementierte die Vorwürfe und hat die Kündigung angefochten. Auch dieser Rekurs ist gemäss Valderrabanos Anwalt noch hängig. (aba)