Unzählige kleine Kinder stehen im Zolli vor dem Gehege der Affen und drücken sich die Nase an der Scheibe platt. Sie alle wollen das Buschi sehen. Als Mutter Xindra sich dann ausnahmsweise umdreht, und das kleine, schwarze Bündel mit den Knopfaugen sichtbar wird, schreien die Kinder – und wohl auch einige Erwachsene. Das Schimpansenbaby ist so süss, das man es am liebsten mit nach Hause nehmen möchte. Am 26. Dezember 2017 kam die kleine Obuasi zur Welt. In den ersten Monaten wird sie ihre Mutter nicht loslassen. Die anderen Schimpansen gehen sehr sanft mit ihr um: Alle wollen sie streicheln oder ihr Fell säubern.

Schimpansen im Basler Zoo

Schimpansen im Basler Zoo

Xindra gehört zu den zehn ältesten Schimpansenweibchen, die in Zoos je Nachwuchs hatten, wie der Zoo Basel am Mittwoch mitteilte. Der Rekord liege bei 49 Jahren. Xindra war zuvor bereits sechsmal Mutter geworden. Obuasi sei bei der Geburt etwas kleiner als üblich gewesen, aber recht kräftig. Sehr bald habe sie regelmässig bei der Mutter getrunken. Ihr Vater ist noch nicht eindeutig bestimmt.

2017 waren im Zoo Basel drei Schimpansen auf die Welt gekommen. Für das Zuchtprogramm seien die Geburten wichtig. Viele Schimpansen in europäischen Zoos seien schon recht betagt. Um die Populationsgrösse zur erhalten, ist gemäss Mitteilung Nachwuchs daher gefragt.

In der Natur gelten Schimpansen als gefährdet. Sie sind unter anderem durch Wilderei bedroht. Zudem werde ihr Verbreitungsgebiet durch menschliche Nutzung immer mehr eingeschränkt. Ausserdem bedrohten Krankheitsepidemien die Populationen. (olm/sda)