Das ETH-Departement für Biosysteme in Basel ist das einzige ausserhalb Zürichs. Mit den Bauarbeiten beauftragt ist die BAM Swiss AG. Doch der Mitbewerber Implenia hatte versucht, sich den lukrativen Auftrag auf dem Rechtsweg zu erstreiten – und verzeichnet jetzt einen ersten Erfolg, wie ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zeigt, das der SonntagsZeitung vorliegt.

In einem Zwischenentscheid urteilt das Bundesverwaltungs­gericht, die Implenia-Beschwerde habe «aufschiebende Wirkung», wie Recherchen der SonntagsZeitung ergeben. Auf dem Basler Schällemätteli-Areal gilt bis zum endgültigen Entscheid in einem separaten Verfahren ein Baustopp.

Deshalb rechnet die ETH mit Mehrkosten von ungefähr zehn Millionen Franken. «Sollten weitere Rechtsmittel ergriffen werden, so würde sich der Baubeginn noch weiter hinausschieben und die Kosten sich weiter erhöhen», sagt ETH-Vizepräsident Ulrich Weidmann. Vor Bundesverwaltungsgericht macht die ETH geltend, der Schaden könne bis zu 27 Millionen Franken betragen.

Die ETH rechnet mit einem Entscheid zwischen Sommer und Frühherbst 2018. Allerdings ist auch ein Szenario mit 20 Monaten Verspätung denkbar. Ursprünglich hätte das neue ETH-Zentrum im Herbst 2021 fertiggestellt werden sollen.