Massen von Touristen besetzen in diesen Wochen Badestrände rund um den Globus. Immer mal wieder landen Hai-Angriffe oder tödliche Quallenstiche in den Schlagzeilen, und der Strand wird schnell zur Gefahrenzone erklärt.

Gestern lud der Basler Zolli zum Medien-Apéro. Das Ziel: Vorurteile abbauen und Ängste nehmen. «Nur wenige Meeresbewohner sind für uns gefährlich», erklärt Zoo-Kurator Thomas Jermann. Umgekehrt ist der Mensch für sämtliche Meereslebewesen eine grosse Gefahr. Weniger als 15 Menschen fallen jährlich einem Haiangriff zum Opfer. Dem gegenüber töten wir im gleichen Zeitraum 100 Millionen Haie.

Viel verbreiteter als Hai-Angriffe sind Quallenstiche. Fast jeder, der schon im Meer gebadet hat, hatte schon Kontakt mit einer Qualle. Wer sie berührt, wird von mikroskopisch kleinen Harpunen beschossen, in denen das Quallengift steckt. Was für Plankton oder einen kleinen Fisch tödlich endet, ist für Menschen jedoch oft gar nicht spürbar. Die Gift-Harpunen können die menschliche Haut nicht durchdringen.

Handelt es sich aber beispielsweise um eine Feuerqualle, kann bereits eine kleine Berührung zu starken Schmerzen führen. Einen solchen Stich spüre man bereits nach wenigen Sekunden, der Schmerz klinge jedoch schnell wieder ab, so Jermann. Nur wenige Quallen haben Gift, das für Menschen tödlich sein kann.