Bei der Grabung seien die Friedhofsmauer, einzelne Gruften sowie 24 Kinder- und 22 Erwachsenengräber entdeckt worden. Betrieben wurde der Friedhof in den Jahren 1832-1890. In den Gräbern würden teilweise «zwei bis drei Bestattete übereinander liegen».

Insgesamt habe man bereits mehr als hundert Skelette geborgen. Vom Friedhof selbst ist heutzutage nur noch die Rosentalanlage sichtbar, bei der kleinen Kapelle darin handelt es sich um die einstige Abdankungskapelle, die vom Architekten Melchior Berri erbaut wurde.

Die Forscher hoffen nun, einen Teil der Skelette namentlich identifizieren zu können. Zudem sollen mit verschiedensten Techniken Rückschlüsse über das Leben und den Tod der hier Beigesetzten gezogen werden können. Das soll Einblicke gewähren in das Leben der Kleinbasler Bevölkerung in den Jahren der Industrialisierung. Der Friedhof «St. Theodor im Rosental» erstreckte sich im 19. Jahrhundert im Bereich der Rosentalanlage und des Messegeländes. Er war eine Erweiterung des Gottesackers bei der Theodorskirche.