Vor allen gerichtlichen Instanzen hat Fümoar verloren - zuletzt vor knapp zwei Wochen vor Bundesgericht: Das Rauchervereins-Modell ist illegal. Das hat mittlerweile auch der Vereinsvorstand eingesehen.

An der ausserordentlichen Generalversammlung heute Nachmittag im Hotel Alexander am Riehenring sagte Fümoar-Anwalt Thierry Julliard: «Wir sollten uns an das Rauchverbot halten. Wir sind anständig und bleiben anständig.»

Aufgeben will Fümoar deswegen nicht, im Gegenteil: Die Wirte haben ohne Gegenstimme beschlossen, eine neue Volksabstimmung zu lancieren. Damit will der Verein Fümoar das strenge Basler Rauchgesetz loswerden, zu dem das Basler Stimmvolk zuletzt im Herbst 2011 mit 51 Prozent Ja gesagt hatte.

Mut schöpft der Verein aus der Tatsache, dass Basel-Stadt zuletzt bei einer nationalen Abstimmung Nein zu einem schweizweit strengen Rauchgesetz gestimmt hatte und zwar mit deutlichen 58 Prozent. Die Bundeslösung erlaubt Raucherbeizen bis 80 Quadratmeter. Grössere Beizen müssen einen separaten Raucherraum anbieten.

Bis zu einer allfälligen Abstimmung wird Basel jedoch grundsätzlich rauchfrei werden. Das sieht Präsident und Wirt Mario Nanni aber nicht als Nachteil für die Initiative: «Wenn die Leute erst einmal merken, wie es ist, wenn sie nicht rauchen dürfen, werden sie eher Ja sagen.»