Am liebsten arbeitet René Schurtenberger von Frühling bis Herbst an einem Buch. Ganz einfach deshalb, weil der Basler Autor bevorzugt in der Lieblingsecke seines Gartens schreibt. Dort entstand auch sein viertes Werk «Der Druide von Basel» (siehe Box), das Schurtenberger im vergangenen Jahr schrieb und spätestens im Mai in den Buchläden erhältlich sein soll. Es ist der dritte Teil einer Serie. Bereits erhältlich sind «Der Ketzer von Basel» sowie «Der Gardist von Basel». «Das Interview» gehört nicht zur Serie, stammt jedoch auch aus seiner Feder.

«Ich glaube, jeder Autor träumt davon, irgendwann einen Bestseller zu schreiben. Das tue ich auch, schreibe aber nicht aus diesem Grund. Sondern, weil es das Umsetzen meiner Fantasie ist», erklärt der Autor. Der 46-Jährige hat so viele Ideen, dass er laut eigener Aussage etwa 15 neue Buchprojekte lancieren könnte. «Für mich ist es immer schwierig, was ich als Nächstes forcieren soll», sagt Schurtenberger. «Der Druide von Basel» ist fertig, deshalb bleibt bereits Zeit für das nächste Buch: Vor den Sommerferien bringt er mit einem befreundeten Maler ein Kinderbuch heraus, und vor Weihnachten soll wiederum eines mit Weihnachtsgeschichten gedruckt werden.

Quintenzirkel entstand nach Kurs

Der 46-Jährige muss sich die Zeit zum Schreiben mit seinem 100-Prozent-Job als Kaufmann zusammenkratzen. Es sei nicht einfach, alles unter einen Hut zu bringen, sagt der Vater einer Tochter. Dass er mit dem Schreiben überhaupt begonnen hat, hat er seiner Frau zu verdanken. Vor rund zwölf Jahren ermutigte sie ihn, an der Volkshochschule einen Kurs im kreativen Schreiben zu besuchen. Zwei Jahre lang lernte Schurtenberger diverse Schreibtechniken, ehe er sich am Ende des Kurses mit anderen Teilnehmern zum Quintenzirkel zusammenschloss. Diese Gruppierung trifft sich immer noch regelmässig zum gemeinsamen Austausch.

Wenn René Schurtenberger eine Schreibblockade befällt, so geht er spazieren. Entweder in der Natur rund um seinen Wohnort Hölstein, oder er macht einen Stadtspaziergang durch Basel. «Ich bin sozusagen ein Laufdenker. An der frischen Luft kommen mir viele gute Ideen», beschreibt er seine Inspirationsquelle. In Basel, wo er aufgewachsen ist und lange gelebt hat, spielt auch die Handlung seiner Serie – stets mit einem historischen Hintergrund. «Die Geschichte interessiert mich. Ich möchte als Stadtbasler damit meine Heimatstadt und ihr Dasein würdigen», sagt er.

Nachdem René Schurtenberger seine ersten beiden Werke jeweils bei einem Kleinverlag gedruckt hat, wurde er beim dritten auf den Basler IL-Verlag aufmerksam. Auch dieser beschäftigt nur sechs Mitarbeiter, und das gefiel dem Hölsteiner. Seither erscheinen seine Werke im Basler Verlag, wo er volles Mitspracherecht hat und sogar beim Cover mitreden kann. Die ersten beiden Bücher wurden vom IL-Verlag zudem neu lektoriert und herausgegeben. Sein neuestes Werk «Der Druide von Basel» erscheint im Frühling in einer Erstauflage von 500 Stück. Vielleicht gelingt René Schurtenberger damit ein Bestseller. Dann müssten schnell noch ein paar mehr davon gedruckt werden.