Hunderte Menschen haben sich kurz vor 14 Uhr im Schützenmattpark in Basel versammelt. Es sind viele Albaner aber auch Schweizer zugegen. Unter den Trauernden sind auch Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und Erziehungsdirektor Conradin Cramer. 

Zum Trauermarsch hatte der Aargauer Emi Salahi aufgerufen. Selbst Vater einer 10-jährigen Tochter, hatte ihn der Tod des Jungen betroffen gemacht.

Der 7-Jährige war am Donnerstagmittag von einer wohl verwirrten Frau mit einem Messer tödlich verletzt worden. Das Kind, dessen Eltern aus dem Kosovo stammen, wurde am Samstagmittag in der Ortschaft Gjilan beigesetzt. So war es in der Todesanzeige angekündigt worden.

Trauermarsch für den getöteten Jungen (†7) in Basel

Trauermarsch für den getöteten Jungen (†7) in Basel

  

Der Trauermarsch führte vom Schützenmattpark zum Tatort am St.Galler-Ring. Dort legten die Menschen Blumen nieder. Die Stimmung war ruhig. Es gab keine Ansprachen. Die Trauernden schwiegen – oder weinten.

Beim Tatort werden Blumen nieder gelegt.

Beim Tatort werden Blumen nieder gelegt.

Danach gings weiter zum Gotthelfschulhaus, wo der 7-Jährige zur Schule ging.

Die Trauernden beim Schulhaus Gotthelf in Basel

Die Trauernden beim Schulhaus Gotthelf in Basel

Der Grossonkel des getöteten Jungen dankt fürs Kommen: «Wir hoffen, dass so etwas Unvorstellbares nicht wieder geschieht.»

Ansprache auf dem Schulhausplatz in Basel

Ansprache auf dem Schulhausplatz in Basel

Ein Sprecher der Basler Muslim Kommission bedankte sich bei allen für Präsenz und Solidarität: «Wir schätzen das auch als Albaner und Muslime. Wir sind ob dieser schrecklichen Tat fassungslos. Indem wir Anteil nehmen, können wir hoffen, dass es das Leid der Angehörigen lindert.» Er schliesst mit den Worten: «Von Gott kommen wir und zu ihm kehren wir zurück. Möge die Seele des Kleinen im Paradies ruhen.»

Vorstandsmitglied der Basler Muslim Kommission spricht zur Menschenmenge in Basel

Vorstandsmitglied der Basler Muslim Kommission spricht zur Menschenmenge in Basel

Auch Frank Lorenz von der Offenen Kirche Elisabethen dankte den zahlreichen Anwesenden für die Solidarität und die Menschlichkeit, die sie mit der Teilnahme am Trauermarsch der Familie und den Freunden des verstorbenen Jungen zeigten. «Wir alle sind Ilias und Ilias ist Basel.»

Frank Lorenz von der Offenen Kirche Elisabethen bei der Ansprache vor dem Gotthelf-Schulhaus.

Frank Lorenz von der Offenen Kirche Elisabethen bei der Ansprache vor dem Gotthelf-Schulhaus.