Angekündigt hat das Vorhaben am Donnerstagnachmittag das Regierungspräsidium Freiburg im Breisgau. Das Projekt solle am Freitag in Zeitungen publiziert und die Pläne ab 23. November im Rathaus Wyhlen öffentlich aufgelegt werden; Einsprachen seien bis am 21. Januar möglich.

Neben Gemeinden, Verbänden und anderen, welche die Unterlagen zur Stellungnahme erhalten sollen, werde auch der Kanton Basel-Land beteiligt, hiess es aus Freiburg explizit weiter. Beim Amt für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Stadt wusste man derweil am Donnerstagabend noch nichts von dem Projekt.

Antragstellerin für die "immissionsschutzrechtliche Genehmigung" ist die Firma Zimmermann Sonderabfallentsorgung GmbH KG in Grenzach, eine Tochter einer grossen Sondermüllfirma in Gütersloh. Diese will vor den Toren von Basel ungenannte "gefährliche und nicht gefährliche Abfälle" behandeln.

Abwasser via ARA in den Rhein

Vorgesehen sind laut Regierungspräsidium eine "Feststoffbehandlungsanlage für feste, anorganische Abfälle" sowie "eine physikalisch-chemische Behandlung für flüssige Abfälle mit Dekanteranlage" samt dazugehöriger Infrastruktur - wohl insbesondere Logistik.

Das in der Sondermüllanlage vorgereinigte Abwasser soll in die Kläranlage der BASF geleitet werden. Deren gereinigte Ableitung wiederum fliesst in den Rhein.

Bei der BASF war am Donnerstag nichts näheres zu erfahren; ein Konzernsprecher verwies auf die Antragstellerin. Bei Zimmermann waren am Donnerstagnachmittag ebenfalls keine Informationen erhältlich.