Insgesamt will der Kanton Basel-Stadt entlang der Osttangente nun 1900 Schallschutzfenster an 91 Liegenschaften ganz oder teilweise finanzieren, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Bisher war von 1350 subventionierten Schallschutzfenstern an 59 Gebäuden die Rede. Die geschätzten Kosten steigen von 2 auf 2,5 Millionen Franken.

Mit den zusätzlichen Schallschutzfenstern kann nach Angaben der Regierung sichergestellt werden, dass entlang der Osttangente in den Wohnräumen aller Anwohnerinnen und Anwohner die Lärmbelastung auf die Grenzwerte sinkt. Für den Anspruch auf Schallschutzfenster gelten neu die gleichen Kriterien wie bei bei städtischen Strassen.

Lärmschutzwände für Schulanlagen

Verbessern will die Regierung auch den Lärmschutz für das Gellertschulhaus, das Christoph-Merian-Schulhaus und drei Kindergärten, die an die Osttangente grenzen. Entlang dieser Bildungsstätten soll für 1,4 Millionen Franken eine 300 Meter lange Lärmschutzwand errichtet werden.

Mit dieser Massnahme soll in erster Linie die Lämbelastung im Freien deutlich reduziert werden. In den Schulräumen selbst werden gemäss Prognosen die Lärmgrenzwerte auch bei offenem Fenster bis 2040 nicht überschritten, wie es in der Mitteilung heisst.

Einen weitere Million Franken beantragt die Regierung für ein Vorprojekt zur Überdeckung der Osttangente im Bereich Breite West. Für das in einer Motion verlangte Dach über der Autobahn wird mit Gesamtkosten von 76 Millionen Franken gerechnet, falls mit dem Bau vor Inbetriebnahme des Rheintunnels begonnen wird.

Bund legt sein Projekt auf

Die Basler Regierung will diese Lärmschutzmassnahmen zusätzlich zu jenen das Bundes realisieren. Der Bund kann von den Grenzwerten abweichen, "wo Lärmschutz wirtschaftlich nicht umsetzbar ist", wie es in der Regierungsmitteilung heisst.

Der Bund seinerseits legt sein Lärmschutzprojekt für die 1980 in Betrieb genommene Basler Osttangente ab Samstag für einen Monat öffentlich auf. Unter anderem soll die ganze Osttangente mit einem lärmarmen Deckbelag versehen werden.

Weiter geplant ist unter anderem auch der Ausbau bestehender und der Bau zusätzlicher Lärmschutzwände, wie das Bundesamt für Strassen mitteilte. Mit der Umsetzung der Massnahmen kann frühestens 2022 begonnen werden.