Das Basler Herzstück bleibt eine der zentralen Forderungen der Handelskammer beider Basel. Das betonte Direktor Martin Dätwyler auch am Jahresmediengespräch vom Freitagmorgen. Die Handelskammer regt deshalb die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft für das milliardenteure Projekt, das den Bahnverkehr unter der Stadt hindurchführen will, ähnlich wie bei der Neat.

Damit würden die Kräfte der Kantone in einem Gremium gebündelt, um Druck beim Bund aufzusetzen. Konkrete Gespräche mit den Kantonen hätten aber noch nicht stattgefunden, so Dätwyler. Zuletzt forderten die Regierungen beider Basel im Januar dieses Jahres, dass der Bund die Projektierungskosten vollumfänglich in den Bahnausbauschritt 2030/35 aufnehme.

Gute Aussichten für Unternehmen

Am Mediengespräch war zum ersten Mal das neue Führungsgremium in dieser Form aktiv: Martin Dätwyler als Direktor und die Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter als Präsidentin. Der Stimmungsbarometer der Handelskammer, bei dem sich rund 130 Unternehmen beteiligt hatten, bescheinigt der regionalen Wirtschaft gute Entwicklungsmöglichkeiten: Keine der Firmen hatte einen rückläufigen Geschäftsgang zu vermelden, das sei ein Novum, so Schneider-Schneiter.

Zudem präsentierte Dätwyler die Umfrage zu den Wirtschaftsflächen. Die Aussage: Der Bedarf sei hoch. Wichtig sei nun, dass bestehende Wirtschaftsflächen optimal genutzt und erhalten würden. Ein gemeinsamer Richtplan von Stadt und Land sei ein mögliches Mittel, um von einengenden Einzelbetrachtungen wegzukommen.

Zonenordnung überprüfen

Zudem sei anzuregen, dass die Zonenordnungen auf eine zeitgemässere Regelung überprüft würden. So würde heute eine Lücke für Unternehmen aus der Technologiebranche bestehen, die zu füllen sei.

Neu fokussiert sich die Handelskammer zudem deutlich stärker auf aussenwirtschaftliche Themen; dafür sollen jetzt auch Ressourcen geschaffen werden. Man arbeite bereits eng mit Economiesuisse zusammen, so Schneider-Schneiter, die Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats ist. Damit sollen regionale KMU Unterstützung bei der Beurteilung und Einschätzung internationaler Märkte erhalten.