Vor zwanzig Jahren fusionierten die Basler Handelskammer und der Verband Basellandschaftlicher Unternehmen. In dieser Zeit habe der Verband zahlreiche Impulse gegeben, sagte Thomas Staehelin, Präsident der Handelskammer beider Basel (HKBB), an der Jahresmedienkonferenz.

Ein Life-Science-Kongress

Als kleines Geburtstagsgeschenk initiiert der Verband eine interdisziplinäre Life-Science-Konferenz unter dem Namen «Future Health». «Es war schon lange unser Ziel, in Basel eine solche Fachmesse abzuhalten», sagt HKBB-Direktor Franz Saladin. «Neue Trends, technischer Fortschritt und veränderte Patientenbedürfnisse werden den Gesundheitssektor in den nächsten Jahren grundlegend verändern», so Saladin.

Die Konferenz, organisiert vom Swiss Economic Forum, sei businessorientiert aufgebaut und werde unternehmerisch-strategische Themen beleuchten. Sie findet am 26 Januar 2018 statt, erwartet werden rund 300 Teilnehmer. Als grossen politischen Erfolg der HKBB wertet Saladin den erfolgreichen Kampf gegen die Energieabgabe im Kanton Baselland sowie das rasche Aufgleisen des Innovationsparks in Allschwil.

Macron gut für den Flughafen

Auch der Einsatz für die auf dem Euro-Airport angesiedelten Firmen bezüglich Arbeits- und Steuerrecht habe sich gelohnt. Das habe sehr viel Energie gebraucht und sei auch wegen der Materie – Steuerrecht – sehr anspruchsvoll gewesen. Nach den Wahlen in Frankreich hätten sich die Chancen für eine Lösung des seit Jahren dauernden Steuerstreits verbessert.

Dass Emmanuel Macron gewählt wurde, sei «für den Euro-Airport keine schlechte Nachricht», sagte Saladin. Der drohende isolationistische Kurs werde jetzt nicht eingeschlagen. Das schweizerisch– französische Abkommen zum Steuerregime am Euro-Airport sei zwar unterzeichnet, aber jetzt muss dieses Abkommen noch vom französischen Parlament abgesegnet werden.

Doch da stehen nochmals Wahlen an. Ausserdem komme es auf die noch offene Zusammensetzung der Regierung Macrons an. Dieser gelte als wirtschaftsfreundlich, und er werde wohl einsehen, dass ein Gedeihen des Flughafens auch Frankreich nützt, hofft HKBB-Vizedirektor Martin Dätwyler.